Veranstaltung: | Landesparteitag S-H April 2025 |
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Tagesordnungspunkt: | 5. Anträge |
Antragsteller*in: | Dörte Schnitzler (KV Kiel) |
Status: | Eingereicht |
Eingereicht: | 07.03.2025, 15:42 |
A13: Initiative KULTURELLE BILDUNG
Antragstext
Der Landesparteitag möge beschließen:
Initiative KULTURELLE BILDUNG
Allem Voran: im Folgenden geht es nicht darum den aktuellen Stand der
Kulturellen Bildung in Schleswig-Holstein zu kritisieren oder in Frage zu
stellen. Im Gegenteil: ALLEN die sich auf den verschiedensten Ebenen dafür
einsetzen und sich beruflich oder ehrenamtlich engagieren sei an dieser Stelle
schon mal ausdrücklich gedankt!
Unsere Bildungslandschaft befindet sich bereits seit vielen Jahren in einer
Schieflage. Verschiedene Bereiche und Fächer geraten aus unterschiedlichsten
Gründen mehr und mehr ins Hintertreffen, sodass die Kulturelle Bildung im Alltag
unserer Kinder und Jugendlichen – wider besseren Wissens von großen Teilen der
Bildungswissenschaft – deutlich zu kurz kommt.
In der öffentlichen Wahrnehmung stehen unsere Schulen meist in einem schlechten
Licht (Pisa-Studien, soziale Verwerfungen etc.), Lehrkräfte werden über die
Maßen kritisiert und Kinder sowie Schulen befinden sich in einem ständigen
Vergleichsmodus. Begriffe wie „Brennpunktschule“ stigmatisieren zusätzlich....
All das verfängt und zeigt Wirkung.
Viel zu selten stehen die Kinder und Jugendlichen selbst im Mittelpunkt – ebenso
wenig die vielfältigen Möglichkeiten, sich durch kreatives Tun selbst zu
entdecken. Das wollen und müssen wir ändern! Daher möchten wir eine Initiative
zur Stärkung der Kulturellen Bildung ins Leben rufen.
Der Landesvorstand wird daher gebeten eine LAG-übergreifende Arbeitsgruppe
(Kultur, Bildung, Kinder&Jugend, Gesundheit, Soziales u.a.) ins Leben zu rufen,
die Konzepte entwickelt und Wege aufzeigt, wie die Vielfalt Kultureller Bildung
wieder stärker im Bildungsalltag jedes Kindes verankert werden kann sowie
vorhandene Strukturen bündelt und weiterentwickelt.
Dörte Schnitzler, KV Kiel
Jens Herrndorff, KV Pinneberg
Claudia Piehl, KV Rendsburg-Eckernförde
Uta Röpcke, KV Hzgt Lauenburg
Karin Burakowski, KV Lübeck
Selke Harten-Strehk, KV Rendsburg-Eckrnförde
Inga Asmussen, KV Kiel
Julia Grüner KV Kiel/GJ
Claudius von Thaler, KV Kiel
Niklas Binder KV SL-FL
Begründung
Erfolgt mündlich
Unterstützer*innen
- Jens Herrndorff (KV Pinneberg)
- Claudia Piehl (KV RD-ECK)
- Uta Röpcke (KV Hzgt. Lauenburg)
- Karin Burakowski (KV Lübeck)
- Selke Harten-Strehk (KV RD-ECK)
- Inga Asmussen (KV Kiel)
- Julia Grüner (KV Kiel, GJ)
- Claudius von Thaler (KV Kiel)
- Niklas Binder (KV SL-FL)
- Bettina Aust (KV Kiel)
- Luca Moriconi (KV Pinneberg)
- Susanne Petersen (KV Kiel)
- Vincent Schlotfeldt (KV Plön)
- Leon Martin (KV Kiel)
- Oliver Lorentzen (KV Pinneberg)
- Ellen Kittel (KV Flensburg)
- Martin Kolanus (KV Herzogtum Lauenburg)
- Martin Lätzel (KV Rendsburg-Eckernförde)
- Mathias Schmitz (KV Pinneberg)
- Marcel Beutel (KV Ostholstein)
Kommentare
Denise Kreissl:
Beschluss-Vorschlag: Initiative Kulturelle Bildung
Wir wollen sagen:
Dieser Text kritisiert nicht die Menschen, die sich für Kulturelle Bildung in Schleswig-Holstein einsetzen.
Im Gegenteil: Wir sagen Danke!
Danke an alle, die beruflich oder freiwillig mithelfen.
Was ist das Problem?
Unsere Schulen haben viele Probleme.
Manche Fächer bekommen zu wenig Aufmerksamkeit.
Auch die Kulturelle Bildung kommt oft zu kurz.
Das wissen viele Fachleute – und trotzdem passiert zu wenig.
Was meinen wir mit Kultureller Bildung?
Kulturelle Bildung heißt:
Kinder und Jugendliche können malen, tanzen, singen, Theater spielen oder musizieren.
Dabei lernen sie viel über sich selbst.
Das ist wichtig für ihre Entwicklung.
Was läuft schief?
In den Medien hört man oft nur:
Unsere Schulen sind schlecht.
Die Lehrkräfte machen Fehler.
Die Kinder schneiden im Vergleich schlecht ab.
Das macht ein schlechtes Bild.
Begriffe wie "Brennpunktschule" sind zusätzlich unfair.
Dabei geht es oft nicht um die Kinder selbst.
Und auch nicht darum, was sie mit Kreativität erreichen können.
Das wollen wir ändern.
Was wollen wir tun?
Wir fordern:
Der Landesvorstand soll eine neue Arbeits-Gruppe gründen.
In dieser Gruppe sollen Menschen aus verschiedenen Bereichen mitarbeiten:
Kultur, Bildung, Kinder & Jugend, Gesundheit und Soziales.
Diese Gruppe soll:
- neue Ideen entwickeln
- bestehende Angebote besser vernetzen
- und dafür sorgen, dass jedes Kind mehr Kulturelle Bildung erlebt