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            <title>Landesparteitag S-H April 2025: Alles</title>
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                <title>Landesparteitag S-H April 2025: Alles</title>
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                        <title>A26 Neu Ä1, 2-ModÜ: Soziale Gerechtigkeit im Zentrum grüner Politik</title>
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                        <author>Landesvorstand GJSH (dort beschlossen am: 07.03.2025)</author>
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                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Soziale Gerechtigkeit im Zentrum grüner Politik</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir erleben in den letzten Jahren, wie immer mehr Menschen bei der DeckungihrerLebensunterhaltungskosten in Probleme geraten, die Schere zwischen Arm und Reich weiterhin auseinanderdriftet und Gewinne über das Allgemeinwohl gestellt werden. Fragen wie die Bezahlung der Miete, welche Möglichkeiten für die eigenen Kinder geschaffen werden können oder ob eine Beteiligung in dieser Gesellschaft noch möglich istsind für immer mehr Personen alltäglich. Mit Blick auf die Wahlentscheidungen und Stimmung der Menschen im Land ist auch zu erkennen, dass unsere Freiheit und Demokratie darunter leiden, wenn diese Fragen unbeantwortet bleiben. Als progressive, linke Partei muss Bündnis 90/Die Grünen hier zu Stelle sein.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Nach der Bundestagswahl und vor dem Hintergrund der aktuellen politischen Entwicklungen muss sich unsere Partei mit verschiedensten Fragen zu Inhalten und der weiteren Ausrichtung beschäftigen. Die soziale Frage muss wieder stärker ins Zentrum unserer Politik rücken. Die Ergebnisse der Bundestagswahl haben dabei gezeigt, dass die Partei mit ihrem sozialpolitischen Profil nicht überzeugen konnten. Insbesondere die Abwanderungen zur Linkspartei, der Vertrauensverlust in bestimmten Milieus und die Kompetenzwerte belegen dies. Dies ist umso bitterer, wenndarauf geschaut wird, dass die Wahlprogramme und Forderungen die Antworten zu diesen Fragen liefern. Erfolgeund Ziele wie die Steuergerechtigkeit, Entlastungen für die riesige Mehrheit der Gesellschaft, Ausgleiche wie ein Klimageld oder die Einführung einer Kindergrundsicherung müssen offensiver gespielt werden. Daher muss mutig mit diesen Punkten umgehen und die grundsätzliche Frage nach Gerechtigkeit in unserer Gesellschaft beantworten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Schleswig-Holstein gerecht gestalten</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Für uns in Schleswig-Holstein, wo wir in politischer Verantwortung sind, sind diese Fragen ebenso zentral, wie für die Partei insgesamt. Auf Landesebene haben wir Spielraum um Projekte, die einen gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken umzusetzen und Fragen der Finanzierung zu lösen. Unsere Aufgabe muss sein diese Optionen zu nutzen. Dazu gehören unter anderem die Aufträge an B90/Die Grünen:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>Den sozialen Wohnungsbau durch die Wohnraumförderung weiter auszubauen und nach einem möglichem Beschluss des Sondervermögens für Infrastruktur auf Bundesebene auch diesesdafür zu nutzen.</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>Durch eine Ausweitung von Bildungs- und Beratungsangeboten, die soziale Teilhabe zu stärken</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>
eine Reform der Erbschaftsteuer und die Einführung einer Vermögensteuer für Superreiche einzufordern, sowie eine stärkere Belastung besonders hoher Einkommen und Kapitalerträge zu Gunsten anderer Einkommensgruppen, um für mehr Gerechtigkeit im Steuersystem zu sorgen - gegen rechtliche Schlupflöcher bei der Immobilienbesteuerung konsequent vorzugehen</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Neben direkt landespolitischen Aufgaben, soll der Landesverband diese Themensetzung in seiner öffentlichen Positionierung stärken, sich in der Bundespartei für die verstärkte Fokussierung stark machen und eine mittelfristige Strategie zu sozialen Themen entwickeln, welche Vertrauen zurückgewinnt und langfristig andere politische Mehrheiten schaffen kann.</p></div></div><h2>Antrag in leichter oder einfacher Sprache</h2><h2>Begründung</h2><h2>Antrag als PDF</h2>]]></description>
                        <pubDate>Sat, 05 Apr 2025 16:49:10 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>A6 Neu-Ä1: Gute Personalpolitik für Gute Wissenschaft in Schleswig-Holstein</title>
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                        <author>Anna Maria Ehlers (KV Lübeck)</author>
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                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir setzen uns als Landesverband Bündnis 90/Die Grünen für eine Steigerung der Entfristungsquote von Beschäftigungsverhältnissen in wissenschaftlichen Institutionen (Erhöhung der ‚Strukturstellenquote‘) ein. Hierzu streben wir eine durchschnittliche Steigerung der Strukturstellenquote auf Landesebene um 30 % an – bei einer vorliegenden Quote von 30% bedeutet dies eine Steigerung auf 39%. Nach Festlegung einer gemeinsamen Berechnungsgrundlage, soll diese Steigerung innerhalb von drei Jahren nach Inkrafttreten der Zielvereinbarungen ab 2027 erreicht sein. Gleichzeitig erhalten wir die Qualifizierungsaufgabe der Wissenschaft durch die befristete Promotion und ermöglichen die Durchführung von drittmittelfinanzierter Forschung auch mit zum Teil befristeten Arbeitsverträgen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Steigerung der Strukturstellenquote schließt explizit das gesamte wissenschaftlich-künstlerische Personal von Universitäten, Hochschulen für Angewandte Wissenschaften, Kunsthochschulen, und außer-universitären Forschungseinrichtungen ein. Um eine langfristige Festschreibung bestehender Ungleichheiten zu verhindern, muss die Steigerung der Strukturstellenquote mit den Diversitätsstrategien der wissenschaftlichen Institutionen zusammengedacht werden. Die Steigerung der Strukturstellenquote soll insbesondere dazu beitragen, folgende Probleme im Wissenschaftssystem in SH zu adressieren: 1) Mangel an Diversität durch fehlende Planbarkeit, 2) strukturelle Verhinderung von Mitgestaltung und Kritik, 3) strukturelle Verhinderung von langfristiger und risikoreicher Forschung, 4) Verlust von Expertise, und 5) strukturelle Ermöglichung von Machtmissbrauch. Im gesamten Prozess muss den besonderen Bedarfen bzw. den unterschiedlichen Strukturen der jeweiligen wissenschaftlichen Institution Rechnung getragen werden. Es ist zu berücksichtigen, dass ein solcher Strukturwandel ein hochkomplexer Prozess, der von jeder einzelnen Institution große Anstrengung erfordert.<br><br>
Um strukturellen Machtmissbrauch an Hochschulen entgegen zu wirken, setzen wir Grüne uns für die Einrichtung von einer*m Vertrauensanwält*innen für Hochschulen, das Universitätsklinikum, die Studentenwerke sowie Kunst und Kultureinrichtungen als eine unabhängige Beschwerde- und Beratungsstelle nach dem Vorbild von Baden-Württemberg ein.</p></div></div><h2>Antrag in leichter oder einfacher Sprache</h2><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Die Steigerung von unbefristeten Strukturstellen sind unsere politische Antwort auf die berechtigte Kritik von #IchBinHanna und #IchBinReyhan am jetzigen Ausmaß von befristeten Arbeitsverträgen in der Wissenschaft, insbesondere im Postdoc-Bereich. Dieses Ausmaß an Befristungen steht einer guten und gesellschaftlich relevanten Wissenschaft in Schleswig-Holstein aufgrund der Förderung folgender Probleme entgegen (im Positionspapier weitergehend ausgeführt):</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ol start="1"><li>Mangel an Diversität</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Kettenbefristungen führen zu mangelnder Planbarkeit von Karrierewegen und so zu sinkender Attraktivität der Wissenschaft als Arbeitsumfeld. Fehlende Planbarkeit schließt verschiedene Personengruppen, wie z.B. Menschen mit niedrigem sozio-ökonomischen Status und/oder mit Kindern, teilweise vom System Wissenschaft aus. Dies führt zu einem Mangel an Diversität der angestellten Wissenschaftler*innen, die aber zur Abbildung der Gesamtgesellschaft von Nöten ist.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ol start="2"><li>Strukturelle Verhinderung von Mitgestaltung und Kritik</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Exzellente Forschung, Erkenntnistransfer und Demokratieförderung aus den akademischen Institutionen heraus benötigt eine vielfältige Mitgestaltung und daraus resultierend eine starke Stimme des akademischen Mittelbaus. Allerdings senken Kettenbefristungen zum einen die Motivation sich aktiv an der akademischen und strukturellen Mitgestaltung zu beteiligen. Zum anderen führt dies zu einer verstärkten Abhängigkeit von Vorgesetzten. Denn wer macht kontroverse Vorschläge zur Ausrichtung von Forschungsthemen, wenn der Folgevertrag vom Wohlwollen der Vorgesetzten abhängt?</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ol start="3"><li>Strukturelle Verhinderung von langfristiger und risikoreicher Forschung</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Der akademische Mittelbau ist geprägt von Kettenbefristungen und der Notwendigkeit, schnelles Renommee zu erlangen. Diese Umstände drängen Postdocs dazu, sich auf risikominimierte Forschung zu fokussieren. Zudem beschränkt dies den Aufbau einer unabhängigen Forschungsausrichtung.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ol start="4"><li>Verlust von Expertise</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Oft verlassen Postdocs bereits nach zwei bis drei Jahren die Institution. Zu diesem Zeitpunkt sind gerade in die Organisationsstrukturen integriert und sind als Ansprechpersonen sichtbar geworden. Das führt zu einem Verlust von Fachkompetenz und insbesondere der Wirksamkeit von Fachkompetenz durch Einbettung in Organisationsstrukturen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ol start="5"><li>Strukturelle Ermöglichung von Machtmissbrauch</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Das Machtgefälle innerhalb der Wissenschaft - vor allem zwischen Vorgesetzten (häufig Professor*innen) und dem akademischen Mittelbau – begünstigt Machtmissbrauch. Das wird durch Kettenbefristungen noch weiter verschärft.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Eine Steigerung von Strukturstellen stellt sich diesen Problemen systematisch und entschlossen entgegen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Auf zwei Fragen zur Notwendigkeit eines Beschlusses möchten wir explizit eingehen:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ol start="1"><li><em>Warum sind landespolitische Regelungen notwendig und kann eine Veränderung nicht aus der Wissenschaft heraus gestaltet werden, wenn die Steigerung der Strukturstellenquote so wichtig ist? </em></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><em>Die Schaffung von </em>Strukturstellen mithilfe verantwortungsbewusster Landespolitik ermöglicht eine Korrektur des unverhältnismäßigen Machtgefälles in der Wissenschaft und kann so, teilweise, eine Machtverschiebung von Professor*innen zum akademischen Mittelbau forcieren. Außerdem kann ein landespolitischer Rahmen Sicherheit bei der Vergabe von unbefristeten Strukturstellen geben, da Vereinbarungen zur Risikoübernahme ausgehandelt werden können. Innerhalb dieses politischen Rahmens muss die Autonomie der Wissenschaft gewahrt bleiben. Daher sprechen wir uns entschieden gegen eine Festschreibung von konkreten Stellenprofilen aus.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ol start="2"><li><em>Sollte die Problemlage nicht über eine Reform des Wissenschafts-Zeit-Vertrags-Gesetzes (WissZeitVG) auf Bundesebene adressiert werden? </em></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Das Wissenschafts-Zeit-Vertrags-Gesetz regelt gesetzlich mögliche Befristungen jenseits des Teilzeit-Befristungs-Gesetzes. Unabhängig von den Regelungen im Wissenschafts-Zeit-Vertrags-Gesetz können Entfristungsregelungen auf Landesebene getroffen werden. Nach dem Subsidiaritätsprinzip ist die Personalstruktur im Wissenschaftssystem Ländersache.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Bei Interesse stehen über diese Begründung hinaus zur Verfügung weitere Ausführungen zur Verfügung:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ol start="1"><li>das Positionspapier der LAG Bildung vom 26.11.2024 (Link: <strong><a href="https://wolke.netzbegruenung.de/s/BrBrm7EqmE2JX2J">https://wolke.netzbegruenung.de/s/BrBrm7EqmE2JX2J</a>, Passwort kann über die Ansprechpersonen erfragt werden</strong>)</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ol start="2"><li>Antragsteller*innen als Ansprechpersonen (Anna Ehlers (a.m.ehlers@posteo.de) und Adrian Grimm (adrian.grimm@posteo.de))</li></ol></div></div><h2>Antrag als PDF</h2>]]></description>
                        <pubDate>Sat, 05 Apr 2025 10:43:26 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>A31 Neu Ä1, 2; 3-ModÜ, 4-ModÜ, 5: Bezahlbares Wohnen ist ein Menschenrecht</title>
                        <link>https://lpt-april-25.antragsgruen.de/lpt-april-25/bezahlbares-wohnen-ist-ein-menschenrecht-13516</link>
                        <author>Nadine Mai (KV Pinneberg)</author>
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                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Jeder Mensch braucht ein sicheres Dach über dem Kopf. Doch die Realität sieht anders aus: Nicht nur Menschen mit sehr geringem Einkommen haben es in den letzten Jahren zunehmend schwerer, eine bezahlbare und angemessene Wohnung zu finden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Mit unseren konkreten Forderungen wollen wir dafür sorgen, dass Wohnen wieder bezahlbar wird. Junge Familien sollen die Möglichkeit haben, sich mit einem Eigenheim abzusichern – und das ohne zusätzliche Flächenversiegelung. Außerdem wollen wir deutlich mehr Wohnungen in landeseigenen, kommunalen oder gemeinnützigen Besitz bringen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir unterstützen ausdrücklich die „<strong>Neue Wohngemeinnützigkeit“</strong>, die wir GRÜNE seit langem fordern und die auch von der Ampel-Koalition in der letzten Legislaturperiode vorangebracht wurde. Ziel ist es, durch steuerliche Anreize und Investitionszulagen gemeinnützige Wohnungsunternehmen in die Lage zu versetzen, dauerhaft bezahlbaren Wohnraum anzubieten. Damit soll der soziale Zusammenhalt gestärkt und mehr günstiger Wohnraum geschaffen werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir fordern unsere Grünen Fraktionen in Landtag und Bundestag auf, sich auch weiterhin entschlossen für Reformen und deutliche Verbesserungen im kommunalen Wohnungsbau einzusetzen – und die folgenden Maßnahmen voranzubringen. Dabei ist jeweils zu prüfen, welche ergänzenden Auflagen notwendig sind, damit diese Maßnahmen nicht zu Lasten des Klima- und Umweltschutzes gehen, und damit sie städtebaulich die Innenraumverdichtung priorisieren.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="1"><li><p><strong>Gründung einer Landesentwicklungsgesellschaft für Wohnraum</strong></p></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir fordern den Aufbau einer Landesentwicklungsgesellschaft, die im wesentlichen 2 Hauptaufgaben hat: 1. Die Beratung und Unterstützung der Kreise und Kommunen bei der Gründung von kommunalen Wohnungsbaugesellschaften und Genossenschaften. 2. Die Schaffung von landeseigenem Wohnraum mit einem Schwerpunkt auf besondere Bedarfsgruppen, u.a. Student*innen und Auszubildende, sowie Menschen, die es auf dem Wohnungsmarkt besonders schwer haben, wie z.B. Menschen mit Behinderung, Frauen aus Frauenhäusern, wohnungslosen Menschen oder anderen vulnerablen Gruppen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="1"><li><p><strong>Stärkung der Kommunen und Landkreise als Träger von Wohnungsbaugesellschaften und Genossenschaften</strong></p></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Im kommunalen und landeseigenen Wohnungsbau können Dividenden gemeinnützig re-investiert werden, etwa in die Absicherung von Wohnungsnot im Alter, in neuen Wohnraum usw.. Neben der Gründung einer Landesentwicklungsgesellschaft zur Unterstützung des kommunalen Wohnungsbaus, bitten wir die Bundestagsfraktion daher, sich für praktische Verbesserungen, etwa längere Fristen im Baugesetzbuch beim Vorkaufsrecht einzusetzen, damit dieses tatsächlich in Anspruch genommen werden kann. Denn bis kommunale Entscheidungsprozesse initiiert, beraten und abgeschlossen werden können, braucht es Zeit. Zudem muss eine schnelle und unkomplizierte Bereitstellung von Investitionsmitteln gewährleistet sein, damit Kreise und Kommunen Vorkaufsrechte überhaupt ausüben können. Die Landtagsfraktion wird gebeten zu überprüfen, ob Kommunen bei der Gründung von kommunalen Wohungsbaugesellschaften, Genossenschaften oder deWahrnehmung von Vorkaufsrechten zu diesem Zweck z.B. einen Fond der IB-SH Mittel zur Verfügung gestellt bekommen können.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="1"><li><p><strong>Weiterer konsequenter Aufbau eines wachsenden Bestands an Sozialwohnungen </strong></p></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir wollen den Bestand an Sozialwohnungen dauerhaft und bedarfsdeckend ausbauen. Schleswig-Holstein ist in den letzten Jahren trotz schwieriger Haushaltslage bei der sozialen Wohnraumförderung konsequent vorangegangen. Wir fordern den Bund auf, endlich die Dramatik der Lage auf dem Wohnungsmarkt anzuerkennen und deutlich mehr Fördermittel als bisher für den sozialen Wohnungsbau zur Verfügung zu stellen und die Länder, in den Wohnungen knapp sind, stärker zu unterstützen. Hierfür muss die Schuldenbremse gelockert werden!</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Bei der Vergabe der Fördermittel sollen die Antragstellenden bevorzugt werden, bei denen die Sozialbindung der Wohnungen mindestens 35 Jahre bestehen bleibt. Durch die gezielte Förderung von gemeinnützigen Wohngenossenschaften soll ein Bestand an dauerhaft günstigem Wohnraum aufgebaut werden. Zudem fordern wir die Landesregierung auf, für öffentliche Grundstücke Erbbaurechte und die Einführung eines Mietkauf-Programms zu prüfen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="1"><li><p><strong>Wohnen als Altersversorge neu in den Blick nehmen</strong></p></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Um die Altersvorsorge zu stärken, bitten wir die Bundestagsfraktion zu prüfen, wie der kommunale Wohnungsbau als Instrument der Rentenpolitik und Pensionsvorsorge eingebunden werden kann, z. Bsp. indem Menschen über einen staatlichen Renten- und Pensionsfonds, Anteile an Genossenschaften und Wohnungsbaugesellschaften erwerben.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>5. Stärkung der Vorsorge und des Eigenerwerbs durch Schaffung einer Eigenheimzulage </strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Für den Kauf der ersten eigengenutzten und grunderwerbsteuerpflichtigen Immobilie sollen Menschen in Schleswig-Holstein mit geringen und unteren mittleren Einkommen eine Zulage zur Grunderwerbsteuer erhalten können, die eine maximale Höhe von 5000 Euro pro im Haushalt lebenden Familienmitglied beträgt. Um Flächenverbrauch zu vermeiden, soll dies zunächst für den Kauf von Bestandsimmobilien gelten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Voraussetzung ist ferner, dass entweder eine Heizung auf Grundlage von erneuerbaren Energien bzw. ein Wärmenetzanschluss bereits vorliegt oder innerhalb einer angemessenen Zumutbarkeitsfrist nach dem Erwerb eingebaut wird.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>6. Förderprogramme stärken, die sowohl Flächenversiegelung verringern und CO2 Ausstoß reduzieren</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Um den Kauf von Bestandsimmobilien mit Sanierungsbedarf attraktiver zu machen, fordern wir den Bund auf, Programme wie “Jung kauft Alt” deutlich stärker auszubauen und für mehr Menschen attraktiv zu machen. Bei dem Programm erhalten junge Familien Fördermittel für den Kauf alter Häuser unter der Bedingung, diese zu sanieren. Die Höhe der vergünstigten Kredite muss den realen Immobilioenpreisen auch in teuren Lagen wie dem Hamburger Rand und den Großstädten gerecht werden. Zudem bitten wir die Bundestagsfraktion, das KFW Energieeffizienz-programm zur energetischen Sanierung noch einmal in den Blick zu nehmen deutlich attraktiver und bürokratieärmer zu gestalten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Bezahlbare Mieten.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Um bezahlbare Mieten durchzusetzen wollen wir die Finanzialisierung im Wohnungsmarkt beenden. Neben der Schaffung von neuem Wohnraum, brauchen wir starke Instrumente um bezahlbare Mieten durchzusetzen. Instrumente wie die Mietpreisbremse wollen wir verschärfen. Für angespannte Wohnlagen fordern wir einen Mietenstopp. Wir wollen die Renditeausschüttung von Immobilienkonzernen an Aktionäre begrenzen und Sie verpflichten einen Großteil ihrer Gewinne in den Wohnungssektor zu reinvestieren. Kommunen, die gegen die Vermietung von privaten Wohnraum als Ferienwohnungen vorgehen wollen, werden wir dabei unterstützen. Wir werden Mieter*innen bei der Durchsetzung ihrer Rechte stärken und mehr Beratungsangebote schaffen. <strong>Um Mieter*innen von hohen Energiekosten zu entlasten, wollen wir Vermietende stärker als Verantwortliche bei der Sanierung unterstützen und Kostenfallen für Vermietende und Mietende verhindern.</strong></li></ul></div></div><h2>Antrag in leichter oder einfacher Sprache</h2><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Wenn Menschen sich Wohnen nicht mehr leisten können, hat das Auswirkungen auf unsere Demokratie. Wenn ein mittleres Einkommen nicht mehr ausreicht, um eine Wohnung zu bezahlen, wenn junge Menschen keine Möglichkeit für den Schritt in die Unabhängigkeit sehen, wenn die energetische Sanierung im Eigenheim zur Schuldenfalle wird, steigt die Unzufriedenheit und die soziale Spaltung nimmt zu. Der Staat muss zunehmend subventionierend mit Transferleistungen wie z.B. Wohngeld eingreifen. Von hohen Wohnkosten profitieren vor allem Wohlhabende: Das treibt die Spaltung der Gesellschaft weiter voran. Um diese Situation zu verändern, müssen Wohnungen wieder in die Hand von gemeinnützigen Genossenschaften und Kommunen, die dem Gemeinwohl verpflichtet sind und Preisstabilität unbgerenzt sichern. Die Erträge aus dem kommunalen Wohnungsbau könnten möglicherweise auch in eine künftige Rentensicherung eingebunden werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Mit den genannten Maßnahmen wollen wir auch junge Familien stärken und ihnen den Kauf von Bestandsimmobilien ermöglichen, deren Sanierung ihre jetzigen Besitzer vielleicht überfordern würde. Mit verbesserten Förderprogrammen wollen wir die Sanierung von Altbauten fördern, um Flächenversiegelung und Zersiedelung vorzubeugen und den CO2 Ausstoß zu reduzieren.</p></div></div><h2>Antrag als PDF</h2>]]></description>
                        <pubDate>Sat, 05 Apr 2025 10:38:52 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>A5 Neu Ä1-ModÜ, Ä2-ModÜ: Geldwäsche stoppen, Steuerhinterziehung verhindern!</title>
                        <link>https://lpt-april-25.antragsgruen.de/lpt-april-25/motion/82593</link>
                        <author>Silke Schneider (KV Lübeck)</author>
                        <guid>https://lpt-april-25.antragsgruen.de/lpt-april-25/motion/82593</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Finanzkriminalität gefährdet unser Gemeinwesen: Steuerhinterziehung und Geldwäsche unterwandern das Vertrauen in ein gerechtes Steuersystem und gefährden die Finanzierung wichtiger öffentlicher Aufgaben. Auf bundesweit 100 Milliarden Euro schätzt die Deutsche Steuergewerkschaft die jährlichen Verluste allein durch Steuerhinterziehung. Deutschland ist zudem ein europäischer Hotspot für Geldwäsche: Die Summe der illegalen Gelder, die durch Geldwäsche in den legalen Finanzkreislauf kommen, liegt bei jährlich schätzungsweise weiteren 100 Milliarden Euro. Wer der Finanzkriminalität das Wasser abgraben will, darf hier nicht untätig bleiben.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Darum fordern wir:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>Die Einführung einer schlagkräftigen Behörde gegen Steuer- und Finanzkriminalität auf Bundesebene: Die bisher auf Länderebene sehr zersplitterten Kompetenzen müssen gebündelt werden, damit der Staat effektiv und schlagkräftig entgegenwirken kann.</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>Ein Gesetz zur Vermögensabschöpfung im Verwaltungswege: Damit soll den Behörden ermöglicht werden, illegal erlangtes Vermögen zu ermitteln (Follow-the-money-Ansatz) und im Rahmen der verfassungsrechtlichen Grenzen einzuziehen, wenn Verdächtige die legale Herkunft des Vermögens nicht glaubhaft und plausibel darlegen können. Wir brauchen hier eine Beweislastumkehr nach italienischem Vorbild!</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Eine bundesweit bessere digitale Vernetzung der Behörden: Diese ist unerlässlich, um effektiver zu arbeiten, Doppelstrukturen zu vermeiden und Wissen zu bündeln. So können Steuerbetrug und Finanzkriminalität vor Ort, aber auch bundesweit, noch gezielter bekämpft werden.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>Die restlose Aufklärung der Cum Ex- und Cum Cum-Skandale sowie die möglichst vollständige Rückholung aller Gelder. Zu diesem Zweck setzen wir uns auch für die gegebenenfalls nötige Änderungen von Gesetzen auf Bundesebene ein.</p></li></ul></div></div><h2>Antrag in leichter oder einfacher Sprache</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Finanzkriminalität ist ein großes Problem für unsere Gesellschaft. Wenn Menschen Steuern hinterziehen oder Geld aus kriminellen Geschäften waschen, schadet das allen. Es untergräbt das Vertrauen in ein faires Steuersystem und nimmt dem Staat Geld, das für wichtige Aufgaben gebraucht wird.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Allein durch Steuerhinterziehung verliert Deutschland jedes Jahr etwa 100 Milliarden Euro. Auch Geldwäsche ist ein großes Problem: Noch einmal 100 Milliarden Euro an illegalem Geld werden jedes Jahr in den legalen Finanzkreislauf eingeschleust. Deutschland ist damit ein wichtiger Standort für Geldwäsche in Europa.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Um Finanzkriminalität zu stoppen, müssen wir handeln! Deshalb fordern wir:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ul><li><p><strong>Eine starke Bundesbehörde gegen Steuer- und Finanzkriminalität.</strong> Bisher sind die Zuständigkeiten auf viele Bundesländer verteilt. Das macht den Kampf gegen Steuerbetrug und Geldwäsche schwierig. Wir brauchen eine zentrale Stelle, die effektiv dagegen vorgeht.</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ul><li><p><strong>Ein neues Gesetz zur Vermögensabschöpfung.</strong> Behörden sollen kriminelles Geld besser aufspüren und einziehen können. Wer verdächtigt wird, mit illegalem Geld zu arbeiten, muss beweisen, dass sein Vermögen aus legalen Quellen stammt. Ein solches System gibt es bereits in Italien – das brauchen wir auch in Deutschland!</p></li></ul></div></div><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Geldwäsche liefert den Nährboden für kriminelle Strukturen von organisierter Kriminalität bis hin zur Terrorismusfinanzierung. Laut dem Prüfungsbericht der „Financial Action Task Force“ liegt das unter anderem an der zersplitterten Zuständigkeit für die Geldwäscheaufsicht in Deutschland auf Länderebene, die neben Güterhändler*innen und Gewerbetreibenden zum Beispiel auch Betreiber*innen von Glücksspiel überwachen soll.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Wir GRÜNEN in Schleswig-Holstein setzen uns auf Landes- und Bundesebene bereits konsequent für den Kampf gegen Steuerkriminalität und Geldwäsche ein. So hat sich unser grün geführtes Finanzministerium erfolgreich für ein Bargeldverbot beim Kauf von Immobilien eingesetzt – ein wichtiger Schritt, um die Verschleierung illegal erworbener Vermögen in diesem Sektor zu erschweren.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Aber auch darüber hinaus befördern wir Grüne in Regierungsverantwortung in Schleswig-Holstein seit Jahren eine effektive und nachhaltige Bekämpfung von Steuerhinterziehung und Geldwäsche. So haben wir neue Strukturen für die Zusammenarbeit zwischen der Steuerfahndung, den Staatsanwaltschaften und dem Landeskriminalamt entwickelt und dem Landeskriminalamt Haushaltsmittel für zusätzliche Stellen in diesem Bereich zur Verfügung gestellt. Mit der Schwerpunktsetzung auf die nachhaltige Verfolgung Organisierter Kriminalität im Koalitionsvertrag von Grünen und CDU wurde die Koordinierungs- und Ermittlungseinheit zur Bekämpfung der Organisierten Kriminalität bei der Generalstaatsanwaltschaft gegründet und arbeitet schlagkräftig etwa gegen Drogenkriminalität und illegales Glücksspiel.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Durch die 2024 erfolgte Einrichtung einer behördenübergreifenden <em>Task Force Geldwäschebekämpfung</em> von Polizei, Steuerfahndung, Staatsanwaltschaften und Aufsichtsbehörden sowie die Schaffung einer Koordinierungsstelle für die Geldwäscheaufsicht im Finanzministerium wurden Kompetenzen gebündelt und eine neue leistungsfähige und wirksame Struktur geschaffen, um die Finanzkriminalität auf Landesebene weiter einzudämmen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Klar ist aber auch: Für einen wirksamen Kampf gegen Finanzkriminalität braucht es mehr Befugnisse, klare Zuständigkeiten und wirksame Instrumente zum Durchgreifen – hier ist die Bundesebene entscheidend! Die Einrichtung eines Bundesamts zur Bekämpfung von Finanzkriminalität – Hand in Hand mit der Erweiterung der Vermögensabschöpfung - hat für uns GRÜNE in Schleswig-Holstein weiterhin Top-Priorität. Wir fordern eine wirklich schlagkräftige zentralisierte Behörde mit breiten Zuständigkeiten, die beispielsweise auch die Bekämpfung der Steuerhinterziehung, des Subventionsbetrugs und strafbarer Cum-Ex-Fälle umfassen soll und die nach dem Prinzip „follow the money“ arbeitet. Wir befürworten die Konzentration von Landeskompetenzen – etwa bei der je nach Bundesland sehr zersplitterten Geldwäscheaufsicht - an ein neuen Bundesamt, wenn dies der effektiven Aufgabenerledigung dient. Die Einrichtung dieser Behörde muss im Koalitionsvertrag des Bundes verankert und zügig auf den Weg gebracht werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><strong>Wirksame Verhinderung von Geldwäsche – das schärfste Schwert gegen Finanzkriminalität</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Finanz- und Wirtschaftskriminalität dürfen sich nicht lohnen! Neben Strukturen zur Verhinderung und Verfolgung von Finanzkriminalität ist daher ebenfalls entscheidend, dass die Behörden ausreichende Kompetenzen haben, um illegal erlangtes Vermögen einzuziehen. Eine effektive Reform der Vermögensabschöpfung ist in der letzten Bundesregierung am Widerstand der FDP gescheitert und duldet nun keinen weiteren Aufschub. Das Sicherstellen von Vermögen aus Straftaten, vor allem aus organisierter Kriminalität und Geldwäsche, ist im bestehenden Recht eng an das Strafrecht gekoppelt. Dadurch sind den Behörden oft die Hände gebunden, wenn die Vermögensherkunft so erfolgreich verschleiert wird, dass sie keiner konkreten Straftat mehr zuzuordnen ist.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Von einer neuen Bundesregierung erwarten wir deshalb, dass sie zügig einen Vorschlag für ein eigenständiges Gesetz gegen Geldwäsche im Verwaltungsrecht vorlegt. Es soll den Behörden ermöglichen, illegal erlangtes Vermögen zu ermitteln (Follow-the-money-Ansatz) und im Rahmen der verfassungsrechtlichen Grenzen einzuziehen, wenn Verdächtige die legale Herkunft des Vermögens nicht glaubhaft und plausibel darlegen können. Wir brauchen hier eine Beweislastumkehr! Europäische Länder wie Italien mit seiner erfolgreichen Anti-Mafia-Politik machen vor, wie es geht; dieser Weg sollte auch für Deutschland beschritten werden.</p></div></div><h2>Antrag als PDF</h2>]]></description>
                        <pubDate>Sat, 05 Apr 2025 09:53:13 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>A5 Neu Ä1-ModÜ: Geldwäsche stoppen, Steuerhinterziehung verhindern!</title>
                        <link>https://lpt-april-25.antragsgruen.de/lpt-april-25/motion/82591</link>
                        <author>Silke Schneider (KV Lübeck)</author>
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                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Finanzkriminalität gefährdet unser Gemeinwesen: Steuerhinterziehung und Geldwäsche unterwandern das Vertrauen in ein gerechtes Steuersystem und gefährden die Finanzierung wichtiger öffentlicher Aufgaben. Auf bundesweit 100 Milliarden Euro schätzt die Deutsche Steuergewerkschaft die jährlichen Verluste allein durch Steuerhinterziehung. Deutschland ist zudem ein europäischer Hotspot für Geldwäsche: Die Summe der illegalen Gelder, die durch Geldwäsche in den legalen Finanzkreislauf kommen, liegt bei jährlich schätzungsweise weiteren 100 Milliarden Euro. Wer der Finanzkriminalität das Wasser abgraben will, darf hier nicht untätig bleiben.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Darum fordern wir:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>Die Einführung einer schlagkräftigen Behörde gegen Steuer- und Finanzkriminalität auf Bundesebene: Die bisher auf Länderebene sehr zersplitterten Kompetenzen müssen gebündelt werden, damit der Staat effektiv und schlagkräftig entgegenwirken kann.</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>Ein Gesetz zur Vermögensabschöpfung im Verwaltungswege: Damit soll den Behörden ermöglicht werden, illegal erlangtes Vermögen zu ermitteln (Follow-the-money-Ansatz) und im Rahmen der verfassungsrechtlichen Grenzen einzuziehen, wenn Verdächtige die legale Herkunft des Vermögens nicht glaubhaft und plausibel darlegen können. Wir brauchen hier eine Beweislastumkehr nach italienischem Vorbild!</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Die restlose Aufklärung der Cum Ex- und Cum Cum-Skandale sowie die möglichst vollständige Rückholung aller Gelder. Zu diesem Zweck setzen wir uns auch für die gegebenenfalls nötige Änderungen von Gesetzen auf Bundesebene ein, insbesondere die Rücknahme der Kürzung oder sogar Verlängerung der Aufbewahrungsfristen für alle relevanten Dokumente.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><blockquote>Die restlose Aufklärung der Cum Ex- und Cum Cum-Skandale sowie die möglichst vollständige Rückholung aller Gelder. Zu diesem Zweck setzen wir uns auch für die gegebenenfalls nötige Änderungen von Gesetzen auf Bundesebene ein.</blockquote></li></ul></div></div><h2>Antrag in leichter oder einfacher Sprache</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Finanzkriminalität ist ein großes Problem für unsere Gesellschaft. Wenn Menschen Steuern hinterziehen oder Geld aus kriminellen Geschäften waschen, schadet das allen. Es untergräbt das Vertrauen in ein faires Steuersystem und nimmt dem Staat Geld, das für wichtige Aufgaben gebraucht wird.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Allein durch Steuerhinterziehung verliert Deutschland jedes Jahr etwa 100 Milliarden Euro. Auch Geldwäsche ist ein großes Problem: Noch einmal 100 Milliarden Euro an illegalem Geld werden jedes Jahr in den legalen Finanzkreislauf eingeschleust. Deutschland ist damit ein wichtiger Standort für Geldwäsche in Europa.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Um Finanzkriminalität zu stoppen, müssen wir handeln! Deshalb fordern wir:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ul><li><p><strong>Eine starke Bundesbehörde gegen Steuer- und Finanzkriminalität.</strong> Bisher sind die Zuständigkeiten auf viele Bundesländer verteilt. Das macht den Kampf gegen Steuerbetrug und Geldwäsche schwierig. Wir brauchen eine zentrale Stelle, die effektiv dagegen vorgeht.</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ul><li><p><strong>Ein neues Gesetz zur Vermögensabschöpfung.</strong> Behörden sollen kriminelles Geld besser aufspüren und einziehen können. Wer verdächtigt wird, mit illegalem Geld zu arbeiten, muss beweisen, dass sein Vermögen aus legalen Quellen stammt. Ein solches System gibt es bereits in Italien – das brauchen wir auch in Deutschland!</p></li></ul></div></div><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Geldwäsche liefert den Nährboden für kriminelle Strukturen von organisierter Kriminalität bis hin zur Terrorismusfinanzierung. Laut dem Prüfungsbericht der „Financial Action Task Force“ liegt das unter anderem an der zersplitterten Zuständigkeit für die Geldwäscheaufsicht in Deutschland auf Länderebene, die neben Güterhändler*innen und Gewerbetreibenden zum Beispiel auch Betreiber*innen von Glücksspiel überwachen soll.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Wir GRÜNEN in Schleswig-Holstein setzen uns auf Landes- und Bundesebene bereits konsequent für den Kampf gegen Steuerkriminalität und Geldwäsche ein. So hat sich unser grün geführtes Finanzministerium erfolgreich für ein Bargeldverbot beim Kauf von Immobilien eingesetzt – ein wichtiger Schritt, um die Verschleierung illegal erworbener Vermögen in diesem Sektor zu erschweren.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Aber auch darüber hinaus befördern wir Grüne in Regierungsverantwortung in Schleswig-Holstein seit Jahren eine effektive und nachhaltige Bekämpfung von Steuerhinterziehung und Geldwäsche. So haben wir neue Strukturen für die Zusammenarbeit zwischen der Steuerfahndung, den Staatsanwaltschaften und dem Landeskriminalamt entwickelt und dem Landeskriminalamt Haushaltsmittel für zusätzliche Stellen in diesem Bereich zur Verfügung gestellt. Mit der Schwerpunktsetzung auf die nachhaltige Verfolgung Organisierter Kriminalität im Koalitionsvertrag von Grünen und CDU wurde die Koordinierungs- und Ermittlungseinheit zur Bekämpfung der Organisierten Kriminalität bei der Generalstaatsanwaltschaft gegründet und arbeitet schlagkräftig etwa gegen Drogenkriminalität und illegales Glücksspiel.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Durch die 2024 erfolgte Einrichtung einer behördenübergreifenden <em>Task Force Geldwäschebekämpfung</em> von Polizei, Steuerfahndung, Staatsanwaltschaften und Aufsichtsbehörden sowie die Schaffung einer Koordinierungsstelle für die Geldwäscheaufsicht im Finanzministerium wurden Kompetenzen gebündelt und eine neue leistungsfähige und wirksame Struktur geschaffen, um die Finanzkriminalität auf Landesebene weiter einzudämmen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Klar ist aber auch: Für einen wirksamen Kampf gegen Finanzkriminalität braucht es mehr Befugnisse, klare Zuständigkeiten und wirksame Instrumente zum Durchgreifen – hier ist die Bundesebene entscheidend! Die Einrichtung eines Bundesamts zur Bekämpfung von Finanzkriminalität – Hand in Hand mit der Erweiterung der Vermögensabschöpfung - hat für uns GRÜNE in Schleswig-Holstein weiterhin Top-Priorität. Wir fordern eine wirklich schlagkräftige zentralisierte Behörde mit breiten Zuständigkeiten, die beispielsweise auch die Bekämpfung der Steuerhinterziehung, des Subventionsbetrugs und strafbarer Cum-Ex-Fälle umfassen soll und die nach dem Prinzip „follow the money“ arbeitet. Wir befürworten die Konzentration von Landeskompetenzen – etwa bei der je nach Bundesland sehr zersplitterten Geldwäscheaufsicht - an ein neuen Bundesamt, wenn dies der effektiven Aufgabenerledigung dient. Die Einrichtung dieser Behörde muss im Koalitionsvertrag des Bundes verankert und zügig auf den Weg gebracht werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><strong>Wirksame Verhinderung von Geldwäsche – das schärfste Schwert gegen Finanzkriminalität</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Finanz- und Wirtschaftskriminalität dürfen sich nicht lohnen! Neben Strukturen zur Verhinderung und Verfolgung von Finanzkriminalität ist daher ebenfalls entscheidend, dass die Behörden ausreichende Kompetenzen haben, um illegal erlangtes Vermögen einzuziehen. Eine effektive Reform der Vermögensabschöpfung ist in der letzten Bundesregierung am Widerstand der FDP gescheitert und duldet nun keinen weiteren Aufschub. Das Sicherstellen von Vermögen aus Straftaten, vor allem aus organisierter Kriminalität und Geldwäsche, ist im bestehenden Recht eng an das Strafrecht gekoppelt. Dadurch sind den Behörden oft die Hände gebunden, wenn die Vermögensherkunft so erfolgreich verschleiert wird, dass sie keiner konkreten Straftat mehr zuzuordnen ist.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Von einer neuen Bundesregierung erwarten wir deshalb, dass sie zügig einen Vorschlag für ein eigenständiges Gesetz gegen Geldwäsche im Verwaltungsrecht vorlegt. Es soll den Behörden ermöglichen, illegal erlangtes Vermögen zu ermitteln (Follow-the-money-Ansatz) und im Rahmen der verfassungsrechtlichen Grenzen einzuziehen, wenn Verdächtige die legale Herkunft des Vermögens nicht glaubhaft und plausibel darlegen können. Wir brauchen hier eine Beweislastumkehr! Europäische Länder wie Italien mit seiner erfolgreichen Anti-Mafia-Politik machen vor, wie es geht; dieser Weg sollte auch für Deutschland beschritten werden.</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Sat, 05 Apr 2025 08:54:06 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>A5: Geldwäsche stoppen, Steuerhinterziehung verhindern!</title>
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                        <author>Silke Schneider (KV Lübeck)</author>
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                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Finanzkriminalität gefährdet unser Gemeinwesen: Steuerhinterziehung und Geldwäsche unterwandern das Vertrauen in ein gerechtes Steuersystem und gefährden die Finanzierung wichtiger öffentlicher Aufgaben. Auf bundesweit 100 Milliarden Euro schätzt die Deutsche Steuergewerkschaft die jährlichen Verluste allein durch Steuerhinterziehung. Deutschland ist zudem ein europäischer Hotspot für Geldwäsche: Die Summe der illegalen Gelder, die durch Geldwäsche in den legalen Finanzkreislauf kommen, liegt bei jährlich schätzungsweise weiteren 100 Milliarden Euro. Wer der Finanzkriminalität das Wasser abgraben will, darf hier nicht untätig bleiben.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Darum fordern wir:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>Die Einführung einer schlagkräftigen Behörde gegen Steuer- und Finanzkriminalität auf Bundesebene: Die bisher auf Länderebene sehr zersplitterten Kompetenzen müssen gebündelt werden, damit der Staat effektiv und schlagkräftig entgegenwirken kann.</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>Ein Gesetz zur Vermögensabschöpfung im Verwaltungswege: Damit soll den Behörden ermöglicht werden, illegal erlangtes Vermögen zu ermitteln (Follow-the-money-Ansatz) und im Rahmen der verfassungsrechtlichen Grenzen einzuziehen, wenn Verdächtige die legale Herkunft des Vermögens nicht glaubhaft und plausibel darlegen können. Wir brauchen hier eine Beweislastumkehr nach italienischem Vorbild!</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Eine bundesweit bessere digitale Vernetzung der Behörden: Diese ist unerlässlich, um effektiver zu arbeiten, Doppelstrukturen zu vermeiden und Wissen zu bündeln. So können Steuerbetrug und Finanzkriminalität vor Ort, aber auch bundesweit, noch gezielter bekämpft werden.</li></ul></div></div><h2>Antrag in leichter oder einfacher Sprache</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Finanzkriminalität ist ein großes Problem für unsere Gesellschaft. Wenn Menschen Steuern hinterziehen oder Geld aus kriminellen Geschäften waschen, schadet das allen. Es untergräbt das Vertrauen in ein faires Steuersystem und nimmt dem Staat Geld, das für wichtige Aufgaben gebraucht wird.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Allein durch Steuerhinterziehung verliert Deutschland jedes Jahr etwa 100 Milliarden Euro. Auch Geldwäsche ist ein großes Problem: Noch einmal 100 Milliarden Euro an illegalem Geld werden jedes Jahr in den legalen Finanzkreislauf eingeschleust. Deutschland ist damit ein wichtiger Standort für Geldwäsche in Europa.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Um Finanzkriminalität zu stoppen, müssen wir handeln! Deshalb fordern wir:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ul><li><p><strong>Eine starke Bundesbehörde gegen Steuer- und Finanzkriminalität.</strong> Bisher sind die Zuständigkeiten auf viele Bundesländer verteilt. Das macht den Kampf gegen Steuerbetrug und Geldwäsche schwierig. Wir brauchen eine zentrale Stelle, die effektiv dagegen vorgeht.</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ul><li><p><strong>Ein neues Gesetz zur Vermögensabschöpfung.</strong> Behörden sollen kriminelles Geld besser aufspüren und einziehen können. Wer verdächtigt wird, mit illegalem Geld zu arbeiten, muss beweisen, dass sein Vermögen aus legalen Quellen stammt. Ein solches System gibt es bereits in Italien – das brauchen wir auch in Deutschland!</p></li></ul></div></div><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Geldwäsche liefert den Nährboden für kriminelle Strukturen von organisierter Kriminalität bis hin zur Terrorismusfinanzierung. Laut dem Prüfungsbericht der „Financial Action Task Force“ liegt das unter anderem an der zersplitterten Zuständigkeit für die Geldwäscheaufsicht in Deutschland auf Länderebene, die neben Güterhändler*innen und Gewerbetreibenden zum Beispiel auch Betreiber*innen von Glücksspiel überwachen soll.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Wir GRÜNEN in Schleswig-Holstein setzen uns auf Landes- und Bundesebene bereits konsequent für den Kampf gegen Steuerkriminalität und Geldwäsche ein. So hat sich unser grün geführtes Finanzministerium erfolgreich für ein Bargeldverbot beim Kauf von Immobilien eingesetzt – ein wichtiger Schritt, um die Verschleierung illegal erworbener Vermögen in diesem Sektor zu erschweren.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Aber auch darüber hinaus befördern wir Grüne in Regierungsverantwortung in Schleswig-Holstein seit Jahren eine effektive und nachhaltige Bekämpfung von Steuerhinterziehung und Geldwäsche. So haben wir neue Strukturen für die Zusammenarbeit zwischen der Steuerfahndung, den Staatsanwaltschaften und dem Landeskriminalamt entwickelt und dem Landeskriminalamt Haushaltsmittel für zusätzliche Stellen in diesem Bereich zur Verfügung gestellt. Mit der Schwerpunktsetzung auf die nachhaltige Verfolgung Organisierter Kriminalität im Koalitionsvertrag von Grünen und CDU wurde die Koordinierungs- und Ermittlungseinheit zur Bekämpfung der Organisierten Kriminalität bei der Generalstaatsanwaltschaft gegründet und arbeitet schlagkräftig etwa gegen Drogenkriminalität und illegales Glücksspiel.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Durch die 2024 erfolgte Einrichtung einer behördenübergreifenden <em>Task Force Geldwäschebekämpfung</em> von Polizei, Steuerfahndung, Staatsanwaltschaften und Aufsichtsbehörden sowie die Schaffung einer Koordinierungsstelle für die Geldwäscheaufsicht im Finanzministerium wurden Kompetenzen gebündelt und eine neue leistungsfähige und wirksame Struktur geschaffen, um die Finanzkriminalität auf Landesebene weiter einzudämmen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Klar ist aber auch: Für einen wirksamen Kampf gegen Finanzkriminalität braucht es mehr Befugnisse, klare Zuständigkeiten und wirksame Instrumente zum Durchgreifen – hier ist die Bundesebene entscheidend! Die Einrichtung eines Bundesamts zur Bekämpfung von Finanzkriminalität – Hand in Hand mit der Erweiterung der Vermögensabschöpfung - hat für uns GRÜNE in Schleswig-Holstein weiterhin Top-Priorität. Wir fordern eine wirklich schlagkräftige zentralisierte Behörde mit breiten Zuständigkeiten, die beispielsweise auch die Bekämpfung der Steuerhinterziehung, des Subventionsbetrugs und strafbarer Cum-Ex-Fälle umfassen soll und die nach dem Prinzip „follow the money“ arbeitet. Wir befürworten die Konzentration von Landeskompetenzen – etwa bei der je nach Bundesland sehr zersplitterten Geldwäscheaufsicht - an ein neuen Bundesamt, wenn dies der effektiven Aufgabenerledigung dient. Die Einrichtung dieser Behörde muss im Koalitionsvertrag des Bundes verankert und zügig auf den Weg gebracht werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><strong>Wirksame Verhinderung von Geldwäsche – das schärfste Schwert gegen Finanzkriminalität</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Finanz- und Wirtschaftskriminalität dürfen sich nicht lohnen! Neben Strukturen zur Verhinderung und Verfolgung von Finanzkriminalität ist daher ebenfalls entscheidend, dass die Behörden ausreichende Kompetenzen haben, um illegal erlangtes Vermögen einzuziehen. Eine effektive Reform der Vermögensabschöpfung ist in der letzten Bundesregierung am Widerstand der FDP gescheitert und duldet nun keinen weiteren Aufschub. Das Sicherstellen von Vermögen aus Straftaten, vor allem aus organisierter Kriminalität und Geldwäsche, ist im bestehenden Recht eng an das Strafrecht gekoppelt. Dadurch sind den Behörden oft die Hände gebunden, wenn die Vermögensherkunft so erfolgreich verschleiert wird, dass sie keiner konkreten Straftat mehr zuzuordnen ist.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Von einer neuen Bundesregierung erwarten wir deshalb, dass sie zügig einen Vorschlag für ein eigenständiges Gesetz gegen Geldwäsche im Verwaltungsrecht vorlegt. Es soll den Behörden ermöglichen, illegal erlangtes Vermögen zu ermitteln (Follow-the-money-Ansatz) und im Rahmen der verfassungsrechtlichen Grenzen einzuziehen, wenn Verdächtige die legale Herkunft des Vermögens nicht glaubhaft und plausibel darlegen können. Wir brauchen hier eine Beweislastumkehr! Europäische Länder wie Italien mit seiner erfolgreichen Anti-Mafia-Politik machen vor, wie es geht; dieser Weg sollte auch für Deutschland beschritten werden.</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Sat, 05 Apr 2025 08:52:53 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>D2 Neu Ä1-ModÜ: Investitionen in starke Schulen</title>
                        <link>https://lpt-april-25.antragsgruen.de/lpt-april-25/investitionen-in-starke-schulen-18882/88393</link>
                        <author>Anke Erdmann (KV Kiel)</author>
                        <guid>https://lpt-april-25.antragsgruen.de/lpt-april-25/investitionen-in-starke-schulen-18882/88393</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div id="section_44523_0" class="paragraph lineNumbers"><h4 class="lineSummary">Von Zeile 1 bis 51:</h4><div><p class="deleted" style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;"><em>Der Landesverband von B&#039;90/Die Grünen Schleswig-Holstein bekennt sich zu einem zukunftsorientierten Bildungssystem. Finanzielle und personelle Kürzungen, die die Schulen unseres Landes in ihrer Funktionsweise beeinträchtigen, sehen wir außerordentlich kritisch.</em></p><p class="inserted" style="color:#008000;text-decoration:underline;">Mit den Grundgesetzänderungen zur Schuldenbremse und den Mitteln aus dem Sondervermögen Infrastruktur haben auch die Bundesländer mehr Spielräume bekommen. Unsere Bundestagsfraktion hat zu wichtigen Veränderungen beigetragen. Wir wissen aber, dass der eingeschlagene Konsolidierungskurs auf Landesebene fortgeführt werden muss – die neuen Rahmenbedingungen führen lediglich dazu, dass wir etwas weniger einsparen müssen und uns die Luft für weitere Investitionen im Rahmen des IMPULS-Programmes nicht ausgeht.Dazu kommt, dass wir nicht wissen, welche Steuergeschenke sich die Verhandler (und wenigen Verhandlerinnen) im Bund noch einfallen lassen – sinkende Steuereinnahmen können den oben genannten positiven Effekt für die Länder und Kommunen gleich wieder zunichtemachen.Darum werden Landesvorstand, Landtagsfraktion und grüne Kabinettsmitglieder gebeten, dass mögliche Spielräume im Landeshaushalt schnellstmöglich ermittelt werden und geprüft wird, inwieweit Kürzungen im Schulbereich zurückgenommen werden können. Die Veränderungen des Grundgesetzes sind mit Blick auf Zukunftsausgaben vorgenommen worden. Auch wenn Geld für Bildung derzeit im Haushalt technisch nicht als Investition gilt, so sind diese Mittel doch Zukunftsausgaben.Für uns steht fest: Keine Investitionen lohnen sich so sehr wie Investitionen in Bildung. Wer heute im Bildungsbereich spart, wird morgen auf weitere Kürzungen angewiesen sein. Im Gegensatz dazu wird, wer jetzt die richtigen Investitionen tätigt, morgen deren Früchte ernten können. Das gilt auch mit Blick auf die vielen grundsätzlichen Herausforderungen im Schulbereich von hohen Schulabbruchquoten über Digitalisierung und Demokratiebildung bis hin zu Inklusion, mentaler Gesundheit u.v.m.</p><p class="deleted" style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;"><em>Auf die nachfolgenden Maßnahmen wollen wir künftig einen stärkeren Fokus legen:</em></p><p class="deleted" style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;"><strong>Demokratie erlernen und erleben</strong></p><p class="deleted" style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;">Wir leben in Zeiten multipler Krisen, die junge Menschen in besonderem Maße belasten. In einer Zeit, in der sich die Sicherheitslage durch den fortschreitenden Klimawandel, Kriege in der Ukraine und im Nahen Osten, das angespannte transatlantische Verhältnis und nicht zuletzt durch Angriffe auf die Grundfeste unserer Demokratie weiter verschärft, ist es die junge Generation, die auf diese drängenden Probleme Lösungen finden muss.</p><p class="deleted" style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;">Unsere Demokratie muss geschützt werden. Sie ist die Grundlage für unsere Freiheit und den Wohlstand unserer Nation. Doch eine Demokratie ist nur so stark, wie sich die Menschen für sie stark machen.</p><p class="deleted" style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;">Schulen sollen Orte gelebter Demokratie sein. Hier soll Demokratie nichts Abstraktes sein, sondern handfest vermittelt und erfahrbar werden.<br>Deshalb wollen wir die Mitbestimmung von Schüler:innen weiter stärken und die Rahmenbedingungen, wie im Koalitionsvertrag festgehalten, weiter ausbauen.</p><p class="deleted" style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;">Kürzungen am WiPo-Unterricht lehnen wir dementsprechend konsequent ab.</p><p class="deleted" style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;"><strong>Schule am digitalen Puls der Zeit</strong></p><p class="deleted" style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;">Schulen sollten stets offen sein für neue Formen des Lehrens und Lernens und ihren Schüler:innen die Voraussetzungen für einen möglichst sanften Übergang in das spätere Berufsleben mitgeben. Eine Schule am Puls der Zeit geht auch bei der Digitalisierung mit.<br>Der Digitalpakt 2.0 ist hierbei ein anzuerkennender Erfolg auf dem Weg, Schulen angemessen mit digitalen Endgeräten und einer digitalen Infrastruktur auszustatten.</p><p class="deleted" style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;">Im digitalen Raum lauern viele Gefahren. Die Schule hat eine besondere Verantwortung, ihre Schüler:innen durch Präventionsmaßnahmen einerseits vor diesen Gefahren zu schützen und ihnen andererseits auch den Umgang mit diesen zu lehren. Diese Verantwortung steht nicht im Widerspruch mit der Verantwortung, die alle Eltern für ihre Kinder und deren Nutzung digitaler Medien haben.</p><p class="deleted" style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;"><strong>Mentale Gesundheit braucht Priorität</strong></p><p class="deleted" style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;">Die mentale Gesundheit unserer Schüler:innen ist fatal. Die im Koalitionsvertrag festgelegte schulpsychologische Versorgung wollen wir weiterhin landesweit ausbauen, um den gestiegenen Anforderungen an die psychosoziale Betreuung der Schüler:innen Rechnung zu tragen.</p><p class="deleted" style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;">Die Entfristung der Stellen von Schulpsycholog:innen war dabei ein immens wichtiger Schritt. Nun brauchen wir deutlich mehr Stellen.</p><p class="deleted" style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;"><strong>Investitionen in Bildung sind lohnenswert</strong></p><p class="deleted" style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;">Keine Investitionen lohnen sich so sehr wie Investitionen in Bildung. Wer heute im Bildungsbereich spart, wird morgen auf weitere Kürzungen angewiesen sein. Im Gegensatz dazu wird, wer jetzt die richtigen Investitionen tätigt, morgen deren Früchte ernten können.</p><p class="deleted" style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;">Durch die künftig mögliche Neuverschuldung in Höhe von 0,35 Prozent des Bruttoinlandsprodukts der Bundesländer wollen wir die geplanten Kürzungen im Bildungsbereich (wie z. B. die Reduzierung der Unterrichtsversorgung) wieder zurücknehmen und darüber hinaus weitere Ausgaben, die im Koalitionsvertrag geplant wurden, wie z. B. die Erstellung eines Musterraumprogrammes oder die Einführung von Schulbauberater:innen, in Betracht ziehen.</p></div></div></section><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text"><p><em>Aus Sicht der Grünen Jugend, gibt es viele offene Baustellen in unseren Schulen. Wir wollen, das künftig mehr Augenmerk auf folgende Punkte gelegt wird, die uns in unserem Schulalltag besonders auffallen: </em></p>
<p><em>Demokratie erlernen und erleben</em></p>
<p><em>Wir leben in Zeiten multipler Krisen, die junge Menschen in besonderem Maße</em></p>
<p><em>belasten. In einer Zeit, in der sich die Sicherheitslage durch den</em></p>
<p><em>fortschreitenden Klimawandel, Kriege in der Ukraine und im Nahen Osten, das</em></p>
<p><em>angespannte transatlantische Verhältnis und nicht zuletzt durch Angriffe auf die</em></p>
<p><em>Grundfeste unserer Demokratie weiter verschärft, ist es die junge Generation,</em></p>
<p><em>die auf diese drängenden Probleme Lösungen finden muss.</em></p>
<p><em>Unsere Demokratie muss geschützt werden. Sie ist die Grundlage für unsere</em></p>
<p><em>Freiheit und den Wohlstand unserer Nation. Doch eine Demokratie ist nur so</em></p>
<p><em>stark, wie sich die Menschen für sie stark machen.</em></p>
<p><em>Schulen sollen Orte gelebter Demokratie sein. Hier soll Demokratie nichts</em></p>
<p><em>Abstraktes sein, sondern handfest vermittelt und erfahrbar werden.</em></p>
<p><em>Deshalb wollen wir die Mitbestimmung von Schüler:innen weiter stärken und die</em></p>
<p><em>Rahmenbedingungen, wie im Koalitionsvertrag festgehalten, weiter ausbauen.</em></p>
<p><em>Kürzungen am WiPo-Unterricht lehnen wir dementsprechend konsequent ab.</em></p>
<p><em>Schule am digitalen Puls der Zeit</em></p>
<p><em>Schulen sollten stets offen sein für neue Formen des Lehrens und Lernens und</em></p>
<p><em>ihren Schüler:innen die Voraussetzungen für einen möglichst sanften Übergang in</em></p>
<p><em>das spätere Berufsleben mitgeben. Eine Schule am Puls der Zeit geht auch bei der</em></p>
<p><em>Digitalisierung mit.</em></p>
<p><em>Der Digitalpakt 2.0 ist hierbei ein anzuerkennender Erfolg auf dem Weg, Schulen</em></p>
<p><em>angemessen mit digitalen Endgeräten und einer digitalen InfrastrukturAus Sicht der Grünen Jugend, gibt es viele offene Baustellen in unseren Schulen. Wir wollen, das künftig mehr Augenmerk auf folgende Punkte gelegt wird, die uns in unserem Schulalltag besonders auffallen: </em></p>
<p><em>Demokratie erlernen und erleben</em></p>
<p><em>Wir leben in Zeiten multipler Krisen, die junge Menschen in besonderem Maße</em></p>
<p><em>belasten. In einer Zeit, in der sich die Sicherheitslage durch den</em></p>
<p><em>fortschreitenden Klimawandel, Kriege in der Ukraine und im Nahen Osten, das</em></p>
<p><em>angespannte transatlantische Verhältnis und nicht zuletzt durch Angriffe auf die</em></p>
<p><em>Grundfeste unserer Demokratie weiter verschärft, ist es die junge Generation,</em></p>
<p><em>die auf diese drängenden Probleme Lösungen finden muss.</em></p>
<p><em>Unsere Demokratie muss geschützt werden. Sie ist die Grundlage für unsere</em></p>
<p><em>Freiheit und den Wohlstand unserer Nation. Doch eine Demokratie ist nur so</em></p>
<p><em>stark, wie sich die Menschen für sie stark machen.</em></p>
<p><em>Schulen sollen Orte gelebter Demokratie sein. Hier soll Demokratie nichts</em></p>
<p><em>Abstraktes sein, sondern handfest vermittelt und erfahrbar werden.</em></p>
<p><em>auszustatten.</em></p>
<p><em>Im digitalen Raum lauern viele Gefahren. Die Schule hat eine besondere</em></p>
<p><em>Verantwortung, ihre Schüler:innen durch Präventionsmaßnahmen einerseits vor</em></p>
<p><em>diesen Gefahren zu schützen und ihnen andererseits auch den Umgang mit diesen zu</em></p>
<p><em>lehren. Diese Verantwortung steht nicht im Widerspruch mit der Verantwortung,</em></p>
<p><em>die alle Eltern für ihre Kinder und deren Nutzung digitaler Medien haben.</em></p>
<p><em>Mentale Gesundheit braucht Priorität</em></p>
<p><em>Die mentale Gesundheit unserer Schüler:innen ist fatal. Die im Koalitionsvertrag</em></p>
<p><em>festgelegte schulpsychologische Versorgung wollen wir weiterhin landesweit</em></p>
<p><em>ausbauen, um den gestiegenen Anforderungen an die psychosoziale Betreuung der</em></p>
<p><em>Schüler:innen Rechnung zu tragen.</em></p>
<p><em>Die Entfristung der Stellen von Schulpsycholog:innen war dabei ein immens</em></p>
<p><em>wichtiger Schritt. Nun brauchen wir deutlich mehr Stellen.</em></p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Sat, 05 Apr 2025 06:16:00 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>A31 Neu Ä1, 2; 3-ModÜ, 4-ModÜ, 5: Bezahlbares Wohnen ist ein Menschenrecht</title>
                        <link>https://lpt-april-25.antragsgruen.de/lpt-april-25/motion/82560</link>
                        <author>Nadine Mai (KV Pinneberg)</author>
                        <guid>https://lpt-april-25.antragsgruen.de/lpt-april-25/motion/82560</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Jeder Mensch braucht ein sicheres Dach über dem Kopf. Doch die Realität sieht anders aus: Nicht nur Menschen mit sehr geringem Einkommen haben es in den letzten Jahren zunehmend schwerer, eine bezahlbare und angemessene Wohnung zu finden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Mit unseren konkreten Forderungen wollen wir dafür sorgen, dass Wohnen wieder bezahlbar wird. Junge Familien sollen die Möglichkeit haben, sich mit einem Eigenheim abzusichern – und das ohne zusätzliche Flächenversiegelung. Außerdem wollen wir deutlich mehr Wohnungen in landeseigenen, kommunalen oder gemeinnützigen Besitz bringen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir unterstützen ausdrücklich die „<strong>Neue Wohngemeinnützigkeit“</strong>, die wir GRÜNE seit langem fordern und die auch von der Ampel-Koalition in der letzten Legislaturperiode vorangebracht wurde. Ziel ist es, durch steuerliche Anreize und Investitionszulagen gemeinnützige Wohnungsunternehmen in die Lage zu versetzen, dauerhaft bezahlbaren Wohnraum anzubieten. Damit soll der soziale Zusammenhalt gestärkt und mehr günstiger Wohnraum geschaffen werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir fordern unsere Grünen Fraktionen in Landtag und Bundestag auf, sich auch weiterhin entschlossen für Reformen und deutliche Verbesserungen im kommunalen Wohnungsbau einzusetzen – und die folgenden Maßnahmen voranzubringen:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="1"><li><p><strong>Gründung einer Landesentwicklungsgesellschaft für Wohnraum</strong></p></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir fordern den Aufbau einer Landesentwicklungsgesellschaft, die im wesentlichen 2 Hauptaufgaben hat: 1. Die Beratung und Unterstützung der Kreise und Kommunen bei der Gründung von kommunalen Wohnungsbaugesellschaften und Genossenschaften. 2. Die Schaffung von landeseigenem Wohnraum mit einem Schwerpunkt auf besondere Bedarfsgruppen, u.a. Student*innen und Auszubildende, sowie Menschen, die es auf dem Wohnungsmarkt besonders schwer haben, wie z.B. Menschen mit Behinderung, Frauen aus Frauenhäusern, wohnungslosen Menschen oder anderen vulnerablen Gruppen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="2"><li><p><strong>Stärkung der Kommunen und Landkreise als Träger von Wohnungsbaugesellschaften und Genossenschaften</strong></p></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Im kommunalen und landeseigenen Wohnungsbau können Dividenden gemeinnützig re-investiert werden, etwa in die Absicherung von Wohnungsnot im Alter, in neuen Wohnraum usw.. Neben der Gründung einer Landesentwicklungsgesellschaft zur Unterstützung des kommunalen Wohnungsbaus, bitten wir die Bundestagsfraktion daher, sich für praktische Verbesserungen, etwa längere Fristen im Baugesetzbuch beim Vorkaufsrecht einzusetzen, damit dieses tatsächlich in Anspruch genommen werden kann. Denn bis kommunale Entscheidungsprozesse initiiert, beraten und abgeschlossen werden können, braucht es Zeit. Zudem muss eine schnelle und unkomplizierte Bereitstellung von Investitionsmitteln gewährleistet sein, damit Kreise und Kommunen Vorkaufsrechte überhaupt ausüben können. Die Landtagsfraktion wird gebeten zu überprüfen, ob Kommunen bei der Gründung von kommunalen Wohungsbaugesellschaften, Genossenschaften oder deWahrnehmung von Vorkaufsrechten zu diesem Zweck z.B. einen Fond der IB-SH Mittel zur Verfügung gestellt bekommen können.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="3"><li><p><strong>Weiterer konsequenter Aufbau eines wachsenden Bestands an Sozialwohnungen </strong></p></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir wollen den Bestand an Sozialwohnungen dauerhaft und bedarfsdeckend ausbauen. Schleswig-Holstein ist in den letzten Jahren trotz schwieriger Haushaltslage bei der sozialen Wohnraumförderung konsequent vorangegangen. Wir fordern den Bund auf, endlich die Dramatik der Lage auf dem Wohnungsmarkt anzuerkennen und deutlich mehr Fördermittel als bisher für den sozialen Wohnungsbau zur Verfügung zu stellen und die Länder, in den Wohnungen knapp sind, stärker zu unterstützen. Hierfür muss die Schuldenbremse gelockert werden!</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Bei der Vergabe der Fördermittel sollen die Antragstellenden bevorzugt werden, bei denen die Sozialbindung der Wohnungen mindestens 35 Jahre bestehen bleibt. Durch die gezielte Förderung von gemeinnützigen Wohngenossenschaften soll ein Bestand an dauerhaft günstigem Wohnraum aufgebaut werden. Zudem fordern wir die Landesregierung auf, für öffentliche Grundstücke Erbbaurechte und die Einführung eines Mietkauf-Programms zu prüfen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="4"><li><p><strong>Wohnen als Altersversorge neu in den Blick nehmen</strong></p></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Um die Altersvorsorge zu stärken, bitten wir die Bundestagsfraktion zu prüfen, wie der kommunale Wohnungsbau als Instrument der Rentenpolitik und Pensionsvorsorge eingebunden werden kann, z. Bsp. indem Menschen über einen staatlichen Renten- und Pensionsfonds, Anteile an Genossenschaften und Wohnungsbaugesellschaften erwerben.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>5. Stärkung der Vorsorge und des Eigenerwerbs durch Schaffung einer Eigenheimzulage </strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Für den Kauf der ersten eigengenutzten und grunderwerbsteuerpflichtigen Immobilie sollen Menschen in Schleswig-Holstein mit geringen und unteren mittleren Einkommen eine Zulage zur Grunderwerbsteuer erhalten können, die eine maximale Höhe von 5000 Euro pro im Haushalt lebenden Familienmitglied beträgt. Um Flächenverbrauch zu vermeiden, soll dies zunächst für den Kauf von Bestandsimmobilien gelten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Voraussetzung ist ferner, dass entweder eine Heizung auf Grundlage von erneuerbaren Energien bzw. ein Wärmenetzanschluss bereits vorliegt oder innerhalb einer angemessenen Zumutbarkeitsfrist nach dem Erwerb eingebaut wird.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>6. Förderprogramme stärken, die sowohl Flächenversiegelung verringern und CO2 Ausstoß reduzieren</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Um den Kauf von Bestandsimmobilien mit Sanierungsbedarf attraktiver zu machen, fordern wir den Bund auf, Programme wie “Jung kauft Alt” deutlich stärker auszubauen und für mehr Menschen attraktiv zu machen. Bei dem Programm erhalten junge Familien Fördermittel für den Kauf alter Häuser unter der Bedingung, diese zu sanieren. Die Höhe der vergünstigten Kredite muss den realen Immobilioenpreisen auch in teuren Lagen wie dem Hamburger Rand und den Großstädten gerecht werden. Zudem bitten wir die Bundestagsfraktion, das KFW Energieeffizienz-programm zur energetischen Sanierung noch einmal in den Blick zu nehmen deutlich attraktiver und bürokratieärmer zu gestalten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Bezahlbare Mieten.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Um bezahlbare Mieten durchzusetzen wollen wir die Finanzialisierung im Wohnungsmarkt beenden. Neben der Schaffung von neuem Wohnraum, brauchen wir starke Instrumente um bezahlbare Mieten durchzusetzen. Instrumente wie die Mietpreisbremse wollen wir verschärfen. Für angespannte Wohnlagen fordern wir einen Mietenstopp. Wir wollen die Renditeausschüttung von Immobilienkonzernen an Aktionäre begrenzen und Sie verpflichten einen Großteil ihrer Gewinne in den Wohnungssektor zu reinvestieren. Kommunen, die gegen die Vermietung von privaten Wohnraum als Ferienwohnungen vorgehen wollen, werden wir dabei unterstützen. Wir werden Mieter*innen bei der Durchsetzung ihrer Rechte stärken und mehr Beratungsangebote schaffen. <strong>Um Mieter*innen von hohen Energiekosten zu entlasten, wollen wir Vermietende stärker als Verantwortliche bei der Sanierung unterstützen und Kostenfallen für Vermietende und Mietende verhindern.</strong></li></ul></div></div><h2>Antrag in leichter oder einfacher Sprache</h2><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Wenn Menschen sich Wohnen nicht mehr leisten können, hat das Auswirkungen auf unsere Demokratie. Wenn ein mittleres Einkommen nicht mehr ausreicht, um eine Wohnung zu bezahlen, wenn junge Menschen keine Möglichkeit für den Schritt in die Unabhängigkeit sehen, wenn die energetische Sanierung im Eigenheim zur Schuldenfalle wird, steigt die Unzufriedenheit und die soziale Spaltung nimmt zu. Der Staat muss zunehmend subventionierend mit Transferleistungen wie z.B. Wohngeld eingreifen. Von hohen Wohnkosten profitieren vor allem Wohlhabende: Das treibt die Spaltung der Gesellschaft weiter voran. Um diese Situation zu verändern, müssen Wohnungen wieder in die Hand von gemeinnützigen Genossenschaften und Kommunen, die dem Gemeinwohl verpflichtet sind und Preisstabilität unbgerenzt sichern. Die Erträge aus dem kommunalen Wohnungsbau könnten möglicherweise auch in eine künftige Rentensicherung eingebunden werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Mit den genannten Maßnahmen wollen wir auch junge Familien stärken und ihnen den Kauf von Bestandsimmobilien ermöglichen, deren Sanierung ihre jetzigen Besitzer vielleicht überfordern würde. Mit verbesserten Förderprogrammen wollen wir die Sanierung von Altbauten fördern, um Flächenversiegelung und Zersiedelung vorzubeugen und den CO2 Ausstoß zu reduzieren.</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Fri, 04 Apr 2025 23:17:56 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>A5 Neu Ä1-ModÜ, 2-ModÜ: Geldwäsche stoppen, Steuerhinterziehung verhindern!</title>
                        <link>https://lpt-april-25.antragsgruen.de/lpt-april-25/geldwasche-stoppen-steuerhinterziehung-verhindern-15713</link>
                        <author>Silke Schneider (KV Lübeck)</author>
                        <guid>https://lpt-april-25.antragsgruen.de/lpt-april-25/geldwasche-stoppen-steuerhinterziehung-verhindern-15713</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Finanzkriminalität gefährdet unser Gemeinwesen: Steuerhinterziehung und Geldwäsche unterwandern das Vertrauen in ein gerechtes Steuersystem und gefährden die Finanzierung wichtiger öffentlicher Aufgaben. Auf bundesweit 100 Milliarden Euro schätzt die Deutsche Steuergewerkschaft die jährlichen Verluste allein durch Steuerhinterziehung. Deutschland ist zudem ein europäischer Hotspot für Geldwäsche: Die Summe der illegalen Gelder, die durch Geldwäsche in den legalen Finanzkreislauf kommen, liegt bei jährlich schätzungsweise weiteren 100 Milliarden Euro. Wer der Finanzkriminalität das Wasser abgraben will, darf hier nicht untätig bleiben.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Darum fordern wir:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>Die Einführung einer schlagkräftigen Behörde gegen Steuer- und Finanzkriminalität auf Bundesebene: Die bisher auf Länderebene sehr zersplitterten Kompetenzen müssen gebündelt werden, damit der Staat effektiv und schlagkräftig entgegenwirken kann.</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>Ein Gesetz zur Vermögensabschöpfung im Verwaltungswege: Damit soll den Behörden ermöglicht werden, illegal erlangtes Vermögen zu ermitteln (Follow-the-money-Ansatz) und im Rahmen der verfassungsrechtlichen Grenzen einzuziehen, wenn Verdächtige die legale Herkunft des Vermögens nicht glaubhaft und plausibel darlegen können. Wir brauchen hier eine Beweislastumkehr nach italienischem Vorbild!</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Die restlose Aufklärung der Cum Ex- und Cum Cum-Skandale sowie die möglichst vollständige Rückholung aller Gelder. Zu diesem Zweck setzen wir uns auch für die gegebenenfalls nötige Änderungen von Gesetzen auf Bundesebene ein, insbesondere die Rücknahme der Kürzung oder sogar Verlängerung der Aufbewahrungsfristen für alle relevanten Dokumente.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><blockquote>Die restlose Aufklärung der Cum Ex- und Cum Cum-Skandale sowie die möglichst vollständige Rückholung aller Gelder. Zu diesem Zweck setzen wir uns auch für die gegebenenfalls nötige Änderungen von Gesetzen auf Bundesebene ein.</blockquote></li></ul></div></div><h2>Antrag in leichter oder einfacher Sprache</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Finanzkriminalität ist ein großes Problem für unsere Gesellschaft. Wenn Menschen Steuern hinterziehen oder Geld aus kriminellen Geschäften waschen, schadet das allen. Es untergräbt das Vertrauen in ein faires Steuersystem und nimmt dem Staat Geld, das für wichtige Aufgaben gebraucht wird.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Allein durch Steuerhinterziehung verliert Deutschland jedes Jahr etwa 100 Milliarden Euro. Auch Geldwäsche ist ein großes Problem: Noch einmal 100 Milliarden Euro an illegalem Geld werden jedes Jahr in den legalen Finanzkreislauf eingeschleust. Deutschland ist damit ein wichtiger Standort für Geldwäsche in Europa.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Um Finanzkriminalität zu stoppen, müssen wir handeln! Deshalb fordern wir:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ul><li><p><strong>Eine starke Bundesbehörde gegen Steuer- und Finanzkriminalität.</strong> Bisher sind die Zuständigkeiten auf viele Bundesländer verteilt. Das macht den Kampf gegen Steuerbetrug und Geldwäsche schwierig. Wir brauchen eine zentrale Stelle, die effektiv dagegen vorgeht.</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ul><li><p><strong>Ein neues Gesetz zur Vermögensabschöpfung.</strong> Behörden sollen kriminelles Geld besser aufspüren und einziehen können. Wer verdächtigt wird, mit illegalem Geld zu arbeiten, muss beweisen, dass sein Vermögen aus legalen Quellen stammt. Ein solches System gibt es bereits in Italien – das brauchen wir auch in Deutschland!</p></li></ul></div></div><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Geldwäsche liefert den Nährboden für kriminelle Strukturen von organisierter Kriminalität bis hin zur Terrorismusfinanzierung. Laut dem Prüfungsbericht der „Financial Action Task Force“ liegt das unter anderem an der zersplitterten Zuständigkeit für die Geldwäscheaufsicht in Deutschland auf Länderebene, die neben Güterhändler*innen und Gewerbetreibenden zum Beispiel auch Betreiber*innen von Glücksspiel überwachen soll.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Wir GRÜNEN in Schleswig-Holstein setzen uns auf Landes- und Bundesebene bereits konsequent für den Kampf gegen Steuerkriminalität und Geldwäsche ein. So hat sich unser grün geführtes Finanzministerium erfolgreich für ein Bargeldverbot beim Kauf von Immobilien eingesetzt – ein wichtiger Schritt, um die Verschleierung illegal erworbener Vermögen in diesem Sektor zu erschweren.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Aber auch darüber hinaus befördern wir Grüne in Regierungsverantwortung in Schleswig-Holstein seit Jahren eine effektive und nachhaltige Bekämpfung von Steuerhinterziehung und Geldwäsche. So haben wir neue Strukturen für die Zusammenarbeit zwischen der Steuerfahndung, den Staatsanwaltschaften und dem Landeskriminalamt entwickelt und dem Landeskriminalamt Haushaltsmittel für zusätzliche Stellen in diesem Bereich zur Verfügung gestellt. Mit der Schwerpunktsetzung auf die nachhaltige Verfolgung Organisierter Kriminalität im Koalitionsvertrag von Grünen und CDU wurde die Koordinierungs- und Ermittlungseinheit zur Bekämpfung der Organisierten Kriminalität bei der Generalstaatsanwaltschaft gegründet und arbeitet schlagkräftig etwa gegen Drogenkriminalität und illegales Glücksspiel.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Durch die 2024 erfolgte Einrichtung einer behördenübergreifenden <em>Task Force Geldwäschebekämpfung</em> von Polizei, Steuerfahndung, Staatsanwaltschaften und Aufsichtsbehörden sowie die Schaffung einer Koordinierungsstelle für die Geldwäscheaufsicht im Finanzministerium wurden Kompetenzen gebündelt und eine neue leistungsfähige und wirksame Struktur geschaffen, um die Finanzkriminalität auf Landesebene weiter einzudämmen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Klar ist aber auch: Für einen wirksamen Kampf gegen Finanzkriminalität braucht es mehr Befugnisse, klare Zuständigkeiten und wirksame Instrumente zum Durchgreifen – hier ist die Bundesebene entscheidend! Die Einrichtung eines Bundesamts zur Bekämpfung von Finanzkriminalität – Hand in Hand mit der Erweiterung der Vermögensabschöpfung - hat für uns GRÜNE in Schleswig-Holstein weiterhin Top-Priorität. Wir fordern eine wirklich schlagkräftige zentralisierte Behörde mit breiten Zuständigkeiten, die beispielsweise auch die Bekämpfung der Steuerhinterziehung, des Subventionsbetrugs und strafbarer Cum-Ex-Fälle umfassen soll und die nach dem Prinzip „follow the money“ arbeitet. Wir befürworten die Konzentration von Landeskompetenzen – etwa bei der je nach Bundesland sehr zersplitterten Geldwäscheaufsicht - an ein neuen Bundesamt, wenn dies der effektiven Aufgabenerledigung dient. Die Einrichtung dieser Behörde muss im Koalitionsvertrag des Bundes verankert und zügig auf den Weg gebracht werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><strong>Wirksame Verhinderung von Geldwäsche – das schärfste Schwert gegen Finanzkriminalität</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Finanz- und Wirtschaftskriminalität dürfen sich nicht lohnen! Neben Strukturen zur Verhinderung und Verfolgung von Finanzkriminalität ist daher ebenfalls entscheidend, dass die Behörden ausreichende Kompetenzen haben, um illegal erlangtes Vermögen einzuziehen. Eine effektive Reform der Vermögensabschöpfung ist in der letzten Bundesregierung am Widerstand der FDP gescheitert und duldet nun keinen weiteren Aufschub. Das Sicherstellen von Vermögen aus Straftaten, vor allem aus organisierter Kriminalität und Geldwäsche, ist im bestehenden Recht eng an das Strafrecht gekoppelt. Dadurch sind den Behörden oft die Hände gebunden, wenn die Vermögensherkunft so erfolgreich verschleiert wird, dass sie keiner konkreten Straftat mehr zuzuordnen ist.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Von einer neuen Bundesregierung erwarten wir deshalb, dass sie zügig einen Vorschlag für ein eigenständiges Gesetz gegen Geldwäsche im Verwaltungsrecht vorlegt. Es soll den Behörden ermöglichen, illegal erlangtes Vermögen zu ermitteln (Follow-the-money-Ansatz) und im Rahmen der verfassungsrechtlichen Grenzen einzuziehen, wenn Verdächtige die legale Herkunft des Vermögens nicht glaubhaft und plausibel darlegen können. Wir brauchen hier eine Beweislastumkehr! Europäische Länder wie Italien mit seiner erfolgreichen Anti-Mafia-Politik machen vor, wie es geht; dieser Weg sollte auch für Deutschland beschritten werden.</p></div></div><h2>Antrag als PDF</h2>]]></description>
                        <pubDate>Fri, 04 Apr 2025 22:47:35 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>A5 Neu Ä1-ModÜ: Geldwäsche stoppen, Steuerhinterziehung verhindern!</title>
                        <link>https://lpt-april-25.antragsgruen.de/lpt-april-25/motion/82556</link>
                        <author>Silke Schneider (KV Lübeck)</author>
                        <guid>https://lpt-april-25.antragsgruen.de/lpt-april-25/motion/82556</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Finanzkriminalität gefährdet unser Gemeinwesen: Steuerhinterziehung und Geldwäsche unterwandern das Vertrauen in ein gerechtes Steuersystem und gefährden die Finanzierung wichtiger öffentlicher Aufgaben. Auf bundesweit 100 Milliarden Euro schätzt die Deutsche Steuergewerkschaft die jährlichen Verluste allein durch Steuerhinterziehung. Deutschland ist zudem ein europäischer Hotspot für Geldwäsche: Die Summe der illegalen Gelder, die durch Geldwäsche in den legalen Finanzkreislauf kommen, liegt bei jährlich schätzungsweise weiteren 100 Milliarden Euro. Wer der Finanzkriminalität das Wasser abgraben will, darf hier nicht untätig bleiben.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Darum fordern wir:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>Die Einführung einer schlagkräftigen Behörde gegen Steuer- und Finanzkriminalität auf Bundesebene: Die bisher auf Länderebene sehr zersplitterten Kompetenzen müssen gebündelt werden, damit der Staat effektiv und schlagkräftig entgegenwirken kann.</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>Ein Gesetz zur Vermögensabschöpfung im Verwaltungswege: Damit soll den Behörden ermöglicht werden, illegal erlangtes Vermögen zu ermitteln (Follow-the-money-Ansatz) und im Rahmen der verfassungsrechtlichen Grenzen einzuziehen, wenn Verdächtige die legale Herkunft des Vermögens nicht glaubhaft und plausibel darlegen können. Wir brauchen hier eine Beweislastumkehr nach italienischem Vorbild!</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Eine bundesweit bessere digitale Vernetzung der Behörden: Diese ist unerlässlich, um effektiver zu arbeiten, Doppelstrukturen zu vermeiden und Wissen zu bündeln. So können Steuerbetrug und Finanzkriminalität vor Ort, aber auch bundesweit, noch gezielter bekämpft werden.</li></ul></div></div><h2>Antrag in leichter oder einfacher Sprache</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Finanzkriminalität ist ein großes Problem für unsere Gesellschaft. Wenn Menschen Steuern hinterziehen oder Geld aus kriminellen Geschäften waschen, schadet das allen. Es untergräbt das Vertrauen in ein faires Steuersystem und nimmt dem Staat Geld, das für wichtige Aufgaben gebraucht wird.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Allein durch Steuerhinterziehung verliert Deutschland jedes Jahr etwa 100 Milliarden Euro. Auch Geldwäsche ist ein großes Problem: Noch einmal 100 Milliarden Euro an illegalem Geld werden jedes Jahr in den legalen Finanzkreislauf eingeschleust. Deutschland ist damit ein wichtiger Standort für Geldwäsche in Europa.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Um Finanzkriminalität zu stoppen, müssen wir handeln! Deshalb fordern wir:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ul><li><p><strong>Eine starke Bundesbehörde gegen Steuer- und Finanzkriminalität.</strong> Bisher sind die Zuständigkeiten auf viele Bundesländer verteilt. Das macht den Kampf gegen Steuerbetrug und Geldwäsche schwierig. Wir brauchen eine zentrale Stelle, die effektiv dagegen vorgeht.</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ul><li><p><strong>Ein neues Gesetz zur Vermögensabschöpfung.</strong> Behörden sollen kriminelles Geld besser aufspüren und einziehen können. Wer verdächtigt wird, mit illegalem Geld zu arbeiten, muss beweisen, dass sein Vermögen aus legalen Quellen stammt. Ein solches System gibt es bereits in Italien – das brauchen wir auch in Deutschland!</p></li></ul></div></div><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Geldwäsche liefert den Nährboden für kriminelle Strukturen von organisierter Kriminalität bis hin zur Terrorismusfinanzierung. Laut dem Prüfungsbericht der „Financial Action Task Force“ liegt das unter anderem an der zersplitterten Zuständigkeit für die Geldwäscheaufsicht in Deutschland auf Länderebene, die neben Güterhändler*innen und Gewerbetreibenden zum Beispiel auch Betreiber*innen von Glücksspiel überwachen soll.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Wir GRÜNEN in Schleswig-Holstein setzen uns auf Landes- und Bundesebene bereits konsequent für den Kampf gegen Steuerkriminalität und Geldwäsche ein. So hat sich unser grün geführtes Finanzministerium erfolgreich für ein Bargeldverbot beim Kauf von Immobilien eingesetzt – ein wichtiger Schritt, um die Verschleierung illegal erworbener Vermögen in diesem Sektor zu erschweren.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Aber auch darüber hinaus befördern wir Grüne in Regierungsverantwortung in Schleswig-Holstein seit Jahren eine effektive und nachhaltige Bekämpfung von Steuerhinterziehung und Geldwäsche. So haben wir neue Strukturen für die Zusammenarbeit zwischen der Steuerfahndung, den Staatsanwaltschaften und dem Landeskriminalamt entwickelt und dem Landeskriminalamt Haushaltsmittel für zusätzliche Stellen in diesem Bereich zur Verfügung gestellt. Mit der Schwerpunktsetzung auf die nachhaltige Verfolgung Organisierter Kriminalität im Koalitionsvertrag von Grünen und CDU wurde die Koordinierungs- und Ermittlungseinheit zur Bekämpfung der Organisierten Kriminalität bei der Generalstaatsanwaltschaft gegründet und arbeitet schlagkräftig etwa gegen Drogenkriminalität und illegales Glücksspiel.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Durch die 2024 erfolgte Einrichtung einer behördenübergreifenden <em>Task Force Geldwäschebekämpfung</em> von Polizei, Steuerfahndung, Staatsanwaltschaften und Aufsichtsbehörden sowie die Schaffung einer Koordinierungsstelle für die Geldwäscheaufsicht im Finanzministerium wurden Kompetenzen gebündelt und eine neue leistungsfähige und wirksame Struktur geschaffen, um die Finanzkriminalität auf Landesebene weiter einzudämmen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Klar ist aber auch: Für einen wirksamen Kampf gegen Finanzkriminalität braucht es mehr Befugnisse, klare Zuständigkeiten und wirksame Instrumente zum Durchgreifen – hier ist die Bundesebene entscheidend! Die Einrichtung eines Bundesamts zur Bekämpfung von Finanzkriminalität – Hand in Hand mit der Erweiterung der Vermögensabschöpfung - hat für uns GRÜNE in Schleswig-Holstein weiterhin Top-Priorität. Wir fordern eine wirklich schlagkräftige zentralisierte Behörde mit breiten Zuständigkeiten, die beispielsweise auch die Bekämpfung der Steuerhinterziehung, des Subventionsbetrugs und strafbarer Cum-Ex-Fälle umfassen soll und die nach dem Prinzip „follow the money“ arbeitet. Wir befürworten die Konzentration von Landeskompetenzen – etwa bei der je nach Bundesland sehr zersplitterten Geldwäscheaufsicht - an ein neuen Bundesamt, wenn dies der effektiven Aufgabenerledigung dient. Die Einrichtung dieser Behörde muss im Koalitionsvertrag des Bundes verankert und zügig auf den Weg gebracht werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><strong>Wirksame Verhinderung von Geldwäsche – das schärfste Schwert gegen Finanzkriminalität</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Finanz- und Wirtschaftskriminalität dürfen sich nicht lohnen! Neben Strukturen zur Verhinderung und Verfolgung von Finanzkriminalität ist daher ebenfalls entscheidend, dass die Behörden ausreichende Kompetenzen haben, um illegal erlangtes Vermögen einzuziehen. Eine effektive Reform der Vermögensabschöpfung ist in der letzten Bundesregierung am Widerstand der FDP gescheitert und duldet nun keinen weiteren Aufschub. Das Sicherstellen von Vermögen aus Straftaten, vor allem aus organisierter Kriminalität und Geldwäsche, ist im bestehenden Recht eng an das Strafrecht gekoppelt. Dadurch sind den Behörden oft die Hände gebunden, wenn die Vermögensherkunft so erfolgreich verschleiert wird, dass sie keiner konkreten Straftat mehr zuzuordnen ist.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Von einer neuen Bundesregierung erwarten wir deshalb, dass sie zügig einen Vorschlag für ein eigenständiges Gesetz gegen Geldwäsche im Verwaltungsrecht vorlegt. Es soll den Behörden ermöglichen, illegal erlangtes Vermögen zu ermitteln (Follow-the-money-Ansatz) und im Rahmen der verfassungsrechtlichen Grenzen einzuziehen, wenn Verdächtige die legale Herkunft des Vermögens nicht glaubhaft und plausibel darlegen können. Wir brauchen hier eine Beweislastumkehr! Europäische Länder wie Italien mit seiner erfolgreichen Anti-Mafia-Politik machen vor, wie es geht; dieser Weg sollte auch für Deutschland beschritten werden.</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Fri, 04 Apr 2025 22:45:49 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>Kommentar zu: A16: Equal Cash - für finanzielle Gleichberechtigung </title>
                        <link>https://lpt-april-25.antragsgruen.de/lpt-april-25/equal-cash-fur-finanzielle-gleichberechtigung-28656?commentId=14495#comm14495</link>
                        <author>Aksel Leimbach</author>
                        <guid>https://lpt-april-25.antragsgruen.de/lpt-april-25/equal-cash-fur-finanzielle-gleichberechtigung-28656?commentId=14495#comm14495</guid>
                        <description><![CDATA[Ich finde die Idee gemeinsam Elternzeit zu nehmen doch gerade gut. Warum sollte das eingeschränkt werden? Zusagen man bleibt mal mann zu Hause und unterstützt die Frau ist doch das Ziel.  ]]></description>
                        <pubDate>Fri, 04 Apr 2025 21:33:04 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>Kommentar zu: A16: Equal Cash - für finanzielle Gleichberechtigung </title>
                        <link>https://lpt-april-25.antragsgruen.de/lpt-april-25/equal-cash-fur-finanzielle-gleichberechtigung-28656?commentId=14494#comm14494</link>
                        <author>Oliver Lorentzen</author>
                        <guid>https://lpt-april-25.antragsgruen.de/lpt-april-25/equal-cash-fur-finanzielle-gleichberechtigung-28656?commentId=14494#comm14494</guid>
                        <description><![CDATA[Das Ehegattensplitting abzuschaffen macht doch erst Sinn, wenn wir Equal Pay sichergestellt haben. Sonst bleibt für Familien unterm Strich weniger übrig.]]></description>
                        <pubDate>Fri, 04 Apr 2025 21:21:32 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>Kommentar zu: A2: Lebenswelten-Offensive – Anstoß für eine starke Gesellschaft</title>
                        <link>https://lpt-april-25.antragsgruen.de/lpt-april-25/lebenswelten-offensive-anstoss-fur-eine-starke-gesellschaft-3135?commentId=14493#comm14493</link>
                        <author>Oliver Lorentzen</author>
                        <guid>https://lpt-april-25.antragsgruen.de/lpt-april-25/lebenswelten-offensive-anstoss-fur-eine-starke-gesellschaft-3135?commentId=14493#comm14493</guid>
                        <description><![CDATA[Am wichtigsten wäre aus meiner Sicht, in den Vereinen selbst aktiv zu werden und nicht nur mit ihnen ins Gespräch zu kommen. Mir ist das letztens bei der JHV unseres örtlichen DRK wieder aufgefallen: Die CDU ist dort aktiv. Wir leider nicht. Und so sieht es bei vielen Vereinen aus.]]></description>
                        <pubDate>Fri, 04 Apr 2025 21:09:51 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>A31 Neu Ä1, 2; 3-ModÜ: Bezahlbares Wohnen ist ein Menschenrecht</title>
                        <link>https://lpt-april-25.antragsgruen.de/lpt-april-25/motion/82507</link>
                        <author>Nadine Mai (KV Pinneberg)</author>
                        <guid>https://lpt-april-25.antragsgruen.de/lpt-april-25/motion/82507</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Jeder Mensch braucht ein sicheres Dach über dem Kopf. Doch die Realität sieht anders aus: Nicht nur Menschen mit sehr geringem Einkommen haben es in den letzten Jahren zunehmend schwerer, eine bezahlbare und angemessene Wohnung zu finden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Mit unseren konkreten Forderungen wollen wir dafür sorgen, dass Wohnen wieder bezahlbar wird. Junge Familien sollen die Möglichkeit haben, sich mit einem Eigenheim abzusichern – und das ohne zusätzliche Flächenversiegelung. Außerdem wollen wir deutlich mehr Wohnungen in landeseigenen, kommunalen oder gemeinnützigen Besitz bringen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir unterstützen ausdrücklich die „<strong>Neue Wohngemeinnützigkeit“</strong>, die wir GRÜNE seit langem fordern und die auch von der Ampel-Koalition in der letzten Legislaturperiode vorangebracht wurde. Ziel ist es, durch steuerliche Anreize und Investitionszulagen gemeinnützige Wohnungsunternehmen in die Lage zu versetzen, dauerhaft bezahlbaren Wohnraum anzubieten. Damit soll der soziale Zusammenhalt gestärkt und mehr günstiger Wohnraum geschaffen werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir fordern unsere Grünen Fraktionen in Landtag und Bundestag auf, sich auch weiterhin entschlossen für Reformen und deutliche Verbesserungen im kommunalen Wohnungsbau einzusetzen – und die folgenden Maßnahmen voranzubringen:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="1"><li><p><strong>Gründung einer Landesentwicklungsgesellschaft für Wohnraum</strong></p></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir fordern den Aufbau einer Landesentwicklungsgesellschaft, die im wesentlichen 2 Hauptaufgaben hat: 1. Die Beratung und Unterstützung der Kreise und Kommunen bei der Gründung von kommunalen Wohnungsbaugesellschaften und Genossenschaften. 2. Die Schaffung von landeseigenem Wohnraum mit einem Schwerpunkt auf besondere Bedarfsgruppen, u.a. Student*innen und Auszubildende, sowie Menschen, die es auf dem Wohnungsmarkt besonders schwer haben, wie z.B. Menschen mit Behinderung, Frauen aus Frauenhäusern, wohnungslosen Menschen oder anderen vulnerablen Gruppen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="1"><li><p><strong>Stärkung der Kommunen und Landkreise als Träger von Wohnungsbaugesellschaften und Genossenschaften</strong></p></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Im kommunalen und landeseigenen Wohnungsbau können Dividenden gemeinnützig re-investiert werden, etwa in die Absicherung von Wohnungsnot im Alter, in neuen Wohnraum usw.. Neben der Gründung einer Landesentwicklungsgesellschaft zur Unterstützung des kommunalen Wohnungsbaus, bitten wir die Bundestagsfraktion daher, sich für praktische Verbesserungen, etwa längere Fristen im Baugesetzbuch beim Vorkaufsrecht einzusetzen, damit dieses tatsächlich in Anspruch genommen werden kann. Denn bis kommunale Entscheidungsprozesse initiiert, beraten und abgeschlossen werden können, braucht es Zeit. Zudem muss eine schnelle und unkomplizierte Bereitstellung von Investitionsmitteln gewährleistet sein, damit Kreise und Kommunen Vorkaufsrechte überhaupt ausüben können. Die Landtagsfraktion wird gebeten zu überprüfen, ob Kommunen bei der Gründung von kommunalen Wohungsbaugesellschaften, Genossenschaften oder deWahrnehmung von Vorkaufsrechten zu diesem Zweck z.B. einen Fond der IB-SH Mittel zur Verfügung gestellt bekommen können.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="1"><li><p><strong>Weiterer konsequenter Aufbau eines wachsenden Bestands an Sozialwohnungen </strong></p></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir wollen den Bestand an Sozialwohnungen dauerhaft und bedarfsdeckend ausbauen. Schleswig-Holstein ist in den letzten Jahren trotz schwieriger Haushaltslage bei der sozialen Wohnraumförderung konsequent vorangegangen. Wir fordern den Bund auf, endlich die Dramatik der Lage auf dem Wohnungsmarkt anzuerkennen und deutlich mehr Fördermittel als bisher für den sozialen Wohnungsbau zur Verfügung zu stellen und die Länder, in den Wohnungen knapp sind, stärker zu unterstützen. Hierfür muss die Schuldenbremse gelockert werden!</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Bei der Vergabe der Fördermittel sollen die Antragstellenden bevorzugt werden, bei denen die Sozialbindung der Wohnungen mindestens 35 Jahre bestehen bleibt. Durch die gezielte Förderung von gemeinnützigen Wohngenossenschaften soll ein Bestand an dauerhaft günstigem Wohnraum aufgebaut werden. Zudem fordern wir die Landesregierung auf, für öffentliche Grundstücke Erbbaurechte und die Einführung eines Mietkauf-Programms zu prüfen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="1"><li><p><strong>Wohnen als Altersversorge neu in den Blick nehmen</strong></p></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Um die Altersvorsorge zu stärken, bitten wir die Bundestagsfraktion zu prüfen, wie der kommunale Wohnungsbau als Instrument der Rentenpolitik und Pensionsvorsorge eingebunden werden kann, z. Bsp. indem Menschen über einen staatlichen Renten- und Pensionsfonds, Anteile an Genossenschaften und Wohnungsbaugesellschaften erwerben.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>5. Stärkung der Vorsorge und des Eigenerwerbs durch Schaffung einer Eigenheimzulage </strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Für den Kauf der ersten eigengenutzten und grunderwerbsteuerpflichtigen Immobilie sollen Menschen in Schleswig-Holstein mit geringen und mittleren Einkommen eine Zulage zur Grunderwerbsteuer erhalten können, die eine maximale Höhe von 5000 Euro pro im Haushalt lebenden Familienmitglied beträgt. Um Flächenverbrauch zu vermeiden, soll in einem ersten Schritt vor allem der Kauf von älteren Bestandsimmobilien so gefördert werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>6. Förderprogramme stärken, die sowohl Flächenversiegelung verringern und CO2 Ausstoß reduzieren</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Um den Kauf von Bestandsimmobilien mit Sanierungsbedarf attraktiver zu machen, fordern wir den Bund auf, Programme wie “Jung kauft Alt” deutlich stärker auszubauen und für mehr Menschen attraktiv zu machen. Bei dem Programm erhalten junge Familien Fördermittel für den Kauf alter Häuser unter der Bedingung, diese zu sanieren. Die Höhe der vergünstigten Kredite muss den realen Immobilioenpreisen auch in teuren Lagen wie dem Hamburger Rand und den Großstädten gerecht werden. Zudem bitten wir die Bundestagsfraktion, das KFW Energieeffizienz-programm zur energetischen Sanierung noch einmal in den Blick zu nehmen deutlich attraktiver und bürokratieärmer zu gestalten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Bezahlbare Mieten.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Um bezahlbare Mieten durchzusetzen wollen wir die Finanzialisierung im Wohnungsmarkt beenden. Neben der Schaffung von neuem Wohnraum, brauchen wir starke Instrumente um bezahlbare Mieten durchzusetzen. Instrumente wie die Mietpreisbremse wollen wir verschärfen. Für angespannte Wohnlagen fordern wir einen Mietenstopp. Wir wollen die Renditeausschüttung von Immobilienkonzernen an Aktionäre begrenzen und Sie verpflichten einen Großteil ihrer Gewinne in den Wohnungssektor zu reinvestieren. Kommunen, die gegen die Vermietung von privaten Wohnraum als Ferienwohnungen vorgehen wollen, werden wir dabei unterstützen. Wir werden Mieter*innen bei der Durchsetzung ihrer Rechte stärken und mehr Beratungsangebote schaffen. <strong>Um Mieter*innen von hohen Energiekosten zu entlasten, wollen wir Vermietende stärker als Verantwortliche bei der Sanierung unterstützen und Kostenfallen für Vermietende und Mietende verhindern.</strong></li></ul></div></div><h2>Antrag in leichter oder einfacher Sprache</h2><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Wenn Menschen sich Wohnen nicht mehr leisten können, hat das Auswirkungen auf unsere Demokratie. Wenn ein mittleres Einkommen nicht mehr ausreicht, um eine Wohnung zu bezahlen, wenn junge Menschen keine Möglichkeit für den Schritt in die Unabhängigkeit sehen, wenn die energetische Sanierung im Eigenheim zur Schuldenfalle wird, steigt die Unzufriedenheit und die soziale Spaltung nimmt zu. Der Staat muss zunehmend subventionierend mit Transferleistungen wie z.B. Wohngeld eingreifen. Von hohen Wohnkosten profitieren vor allem Wohlhabende: Das treibt die Spaltung der Gesellschaft weiter voran. Um diese Situation zu verändern, müssen Wohnungen wieder in die Hand von gemeinnützigen Genossenschaften und Kommunen, die dem Gemeinwohl verpflichtet sind und Preisstabilität unbgerenzt sichern. Die Erträge aus dem kommunalen Wohnungsbau könnten möglicherweise auch in eine künftige Rentensicherung eingebunden werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Mit den genannten Maßnahmen wollen wir auch junge Familien stärken und ihnen den Kauf von Bestandsimmobilien ermöglichen, deren Sanierung ihre jetzigen Besitzer vielleicht überfordern würde. Mit verbesserten Förderprogrammen wollen wir die Sanierung von Altbauten fördern, um Flächenversiegelung und Zersiedelung vorzubeugen und den CO2 Ausstoß zu reduzieren.</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Fri, 04 Apr 2025 15:36:06 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>A31 Neu Ä1, 2: Bezahlbares Wohnen ist ein Menschenrecht</title>
                        <link>https://lpt-april-25.antragsgruen.de/lpt-april-25/motion/82506</link>
                        <author>Nadine Mai (KV Pinneberg)</author>
                        <guid>https://lpt-april-25.antragsgruen.de/lpt-april-25/motion/82506</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Jeder Mensch braucht ein sicheres Dach über dem Kopf. Doch die Realität sieht anders aus:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Immer mehr Menschen leiden unter hohen Mieten und müssen einen stark wachsenden Anteil ihres Einkommens fürs Wohnen aufwenden. Durch stark gestiegene Kosten im Bausektor ist der Ersterwerb und Neubau gerade für junge Familien nicht mehr leistbar.<br>
Unser Ziel ist es bezahlbaren Wohnraum für alle Menschen zu schaffen. Menschen sollten nicht mehr als 25-30% ihres Einkommens für Wohnraum ausgeben müssen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Mit unseren konkreten Forderungen wollen wir dafür sorgen, dass Wohnen wieder bezahlbar wird. Junge Familien sollen die Möglichkeit haben, sich mit einem Eigenheim abzusichern – und das ohne zusätzliche Flächenversiegelung. Außerdem wollen wir deutlich mehr Wohnungen in landeseigenen, kommunalen oder gemeinnützigen Besitz bringen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir unterstützen ausdrücklich die „<strong>Neue Wohngemeinnützigkeit“</strong>, die wir GRÜNE seit langem fordern und die auch von der Ampel-Koalition in der letzten Legislaturperiode vorangebracht wurde. Ziel ist es, durch steuerliche Anreize und Investitionszulagen gemeinnützige Wohnungsunternehmen in die Lage zu versetzen, dauerhaft bezahlbaren Wohnraum anzubieten. Damit soll der soziale Zusammenhalt gestärkt und mehr günstiger Wohnraum geschaffen werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir fordern unsere Grünen Fraktionen in Landtag, im Bundestag und im EU Parlament auf, sich auch weiterhin entschlossen für Reformen und deutliche Verbesserungen im kommunalen Wohnungsbau einzusetzen – und die folgenden Maßnahmen voranzubringen:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="1"><li><p><strong>Gründung einer Landesentwicklungsgesellschaft für Wohnraum</strong></p></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir fordern den Aufbau einer Landesentwicklungsgesellschaft, die im wesentlichen 2 Hauptaufgaben hat: 1. Die Beratung und Unterstützung der Kreise und Kommunen bei der Gründung von kommunalen Wohnungsbaugesellschaften und Genossenschaften. 2. Die Schaffung von landeseigenem Wohnraum mit einem Schwerpunkt auf besondere Bedarfsgruppen, u.a. Student*innen und Auszubildende, sowie Menschen, die es auf dem Wohnungsmarkt besonders schwer haben, wie z.B. Menschen mit Behinderung, Frauen aus Frauenhäusern, wohnungslosen Menschen oder anderen vulnerablen Gruppen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="2"><li><p><strong>Stärkung der Kommunen und Landkreise als Träger von Wohnungsbaugesellschaften und Genossenschaften</strong></p></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Im kommunalen und landeseigenen Wohnungsbau können Dividenden gemeinnützig re-investiert werden, etwa in die Absicherung von Wohnungsnot im Alter, in neuen Wohnraum usw.. Neben der Gründung einer Landesentwicklungsgesellschaft zur Unterstützung des kommunalen Wohnungsbaus, bitten wir die Bundestagsfraktion daher, sich für praktische Verbesserungen, etwa längere Fristen im Baugesetzbuch beim Vorkaufsrecht einzusetzen, damit dieses tatsächlich in Anspruch genommen werden kann. Denn bis kommunale Entscheidungsprozesse initiiert, beraten und abgeschlossen werden können, braucht es Zeit. Zudem muss eine schnelle und unkomplizierte Bereitstellung von Investitionsmitteln gewährleistet sein, damit Kreise und Kommunen Vorkaufsrechte überhaupt ausüben können. Die Landtagsfraktion wird gebeten zu überprüfen, ob Kommunen bei der Gründung von kommunalen Wohungsbaugesellschaften, Genossenschaften oder deWahrnehmung von Vorkaufsrechten zu diesem Zweck z.B. einen Fond der IB-SH Mittel zur Verfügung gestellt bekommen können.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="3"><li><p><strong>Weiterer konsequenter Aufbau eines wachsenden Bestands an Sozialwohnungen </strong></p></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir wollen den Bestand an Sozialwohnungen dauerhaft und bedarfsdeckend ausbauen. Schleswig-Holstein ist in den letzten Jahren trotz schwieriger Haushaltslage bei der sozialen Wohnraumförderung konsequent vorangegangen. Wir fordern den Bund auf, endlich die Dramatik der Lage auf dem Wohnungsmarkt anzuerkennen und deutlich mehr Fördermittel als bisher für den sozialen Wohnungsbau zur Verfügung zu stellen und die Länder, in den Wohnungen knapp sind, stärker zu unterstützen. Hierfür muss die Schuldenbremse gelockert werden!</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Bei der Vergabe der Fördermittel sollen die Antragstellenden bevorzugt werden, bei denen die Sozialbindung der Wohnungen mindestens 35 Jahre bestehen bleibt. Durch die gezielte Förderung von gemeinnützigen Wohngenossenschaften soll ein Bestand an dauerhaft günstigem Wohnraum aufgebaut werden. Zudem fordern wir die Landesregierung auf, für öffentliche Grundstücke Erbbaurechte und die Einführung eines Mietkauf-Programms zu prüfen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="4"><li><p><strong>Wohnen als Altersversorge neu in den Blick nehmen</strong></p></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Um die Altersvorsorge zu stärken, bitten wir die Bundestagsfraktion zu prüfen, wie der kommunale Wohnungsbau als Instrument der Rentenpolitik und Pensionsvorsorge eingebunden werden kann, z. Bsp. indem Menschen über einen staatlichen Renten- und Pensionsfonds, Anteile an Genossenschaften und Wohnungsbaugesellschaften erwerben.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>5. Stärkung der Vorsorge und des Eigenerwerbs durch Schaffung einer Eigenheimzulage </strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Für den Kauf der ersten eigengenutzten und grunderwerbsteuerpflichtigen Immobilie sollen Menschen in Schleswig-Holstein mit geringen und mittleren Einkommen eine Zulage zur Grunderwerbsteuer erhalten können, die eine maximale Höhe von 5000 Euro pro im Haushalt lebenden Familienmitglied beträgt. Um Flächenverbrauch zu vermeiden, soll in einem ersten Schritt vor allem der Kauf von älteren Bestandsimmobilien so gefördert werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>6. Förderprogramme stärken, die sowohl Flächenversiegelung verringern und CO2 Ausstoß reduzieren</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Um den Kauf von Bestandsimmobilien mit Sanierungsbedarf attraktiver zu machen, fordern wir den Bund auf, Programme wie “Jung kauft Alt” deutlich stärker auszubauen und für mehr Menschen attraktiv zu machen. Bei dem Programm erhalten junge Familien Fördermittel für den Kauf alter Häuser unter der Bedingung, diese zu sanieren. Die Höhe der vergünstigten Kredite muss den realen Immobilioenpreisen auch in teuren Lagen wie dem Hamburger Rand und den Großstädten gerecht werden. Zudem bitten wir die Bundestagsfraktion, das KFW Energieeffizienz-programm zur energetischen Sanierung noch einmal in den Blick zu nehmen deutlich attraktiver und bürokratieärmer zu gestalten.</p></div></div><h2>Antrag in leichter oder einfacher Sprache</h2><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Wenn Menschen sich Wohnen nicht mehr leisten können, hat das Auswirkungen auf unsere Demokratie. Wenn ein mittleres Einkommen nicht mehr ausreicht, um eine Wohnung zu bezahlen, wenn junge Menschen keine Möglichkeit für den Schritt in die Unabhängigkeit sehen, wenn die energetische Sanierung im Eigenheim zur Schuldenfalle wird, steigt die Unzufriedenheit und die soziale Spaltung nimmt zu. Der Staat muss zunehmend subventionierend mit Transferleistungen wie z.B. Wohngeld eingreifen. Von hohen Wohnkosten profitieren vor allem Wohlhabende: Das treibt die Spaltung der Gesellschaft weiter voran. Um diese Situation zu verändern, müssen Wohnungen wieder in die Hand von gemeinnützigen Genossenschaften und Kommunen, die dem Gemeinwohl verpflichtet sind und Preisstabilität unbgerenzt sichern. Die Erträge aus dem kommunalen Wohnungsbau könnten möglicherweise auch in eine künftige Rentensicherung eingebunden werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Mit den genannten Maßnahmen wollen wir auch junge Familien stärken und ihnen den Kauf von Bestandsimmobilien ermöglichen, deren Sanierung ihre jetzigen Besitzer vielleicht überfordern würde. Mit verbesserten Förderprogrammen wollen wir die Sanierung von Altbauten fördern, um Flächenversiegelung und Zersiedelung vorzubeugen und den CO2 Ausstoß zu reduzieren.</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Fri, 04 Apr 2025 15:33:56 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>A31 Neu Ä1: Bezahlbares Wohnen ist ein Menschenrecht</title>
                        <link>https://lpt-april-25.antragsgruen.de/lpt-april-25/motion/82505</link>
                        <author>Nadine Mai (KV Pinneberg)</author>
                        <guid>https://lpt-april-25.antragsgruen.de/lpt-april-25/motion/82505</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Jeder Mensch braucht ein sicheres Dach über dem Kopf. Doch die Realität sieht anders aus:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Immer mehr Menschen leiden unter hohen Mieten und müssen einen stark wachsenden Anteil ihres Einkommens fürs Wohnen aufwenden. Durch stark gestiegene Kosten im Bausektor ist der Ersterwerb und Neubau gerade für junge Familien nicht mehr leistbar.<br>
Unser Ziel ist es bezahlbaren Wohnraum für alle Menschen zu schaffen. Menschen sollten nicht mehr als 25-30% ihres Einkommens für Wohnraum ausgeben müssen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Mit unseren konkreten Forderungen wollen wir dafür sorgen, dass Wohnen wieder bezahlbar wird. Junge Familien sollen die Möglichkeit haben, sich mit einem Eigenheim abzusichern – und das ohne zusätzliche Flächenversiegelung. Außerdem wollen wir deutlich mehr Wohnungen in landeseigenen, kommunalen oder gemeinnützigen Besitz bringen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir unterstützen ausdrücklich die „<strong>Neue Wohngemeinnützigkeit“</strong>, die wir GRÜNE seit langem fordern und die auch von der Ampel-Koalition in der letzten Legislaturperiode vorangebracht wurde. Ziel ist es, durch steuerliche Anreize und Investitionszulagen gemeinnützige Wohnungsunternehmen in die Lage zu versetzen, dauerhaft bezahlbaren Wohnraum anzubieten. Damit soll der soziale Zusammenhalt gestärkt und mehr günstiger Wohnraum geschaffen werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir fordern unsere Grünen Fraktionen in Landtag und Bundestag auf, sich auch weiterhin entschlossen für Reformen und deutliche Verbesserungen im kommunalen Wohnungsbau einzusetzen – und die folgenden Maßnahmen voranzubringen:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="1"><li><p><strong>Gründung einer Landesentwicklungsgesellschaft für Wohnraum</strong></p></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir fordern den Aufbau einer Landesentwicklungsgesellschaft, die im wesentlichen 2 Hauptaufgaben hat: 1. Die Beratung und Unterstützung der Kreise und Kommunen bei der Gründung von kommunalen Wohnungsbaugesellschaften und Genossenschaften. 2. Die Schaffung von landeseigenem Wohnraum mit einem Schwerpunkt auf besondere Bedarfsgruppen, u.a. Student*innen und Auszubildende, sowie Menschen, die es auf dem Wohnungsmarkt besonders schwer haben, wie z.B. Menschen mit Behinderung, Frauen aus Frauenhäusern, wohnungslosen Menschen oder anderen vulnerablen Gruppen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="1"><li><p><strong>Stärkung der Kommunen und Landkreise als Träger von Wohnungsbaugesellschaften und Genossenschaften</strong></p></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Im kommunalen und landeseigenen Wohnungsbau können Dividenden gemeinnützig re-investiert werden, etwa in die Absicherung von Wohnungsnot im Alter, in neuen Wohnraum usw.. Neben der Gründung einer Landesentwicklungsgesellschaft zur Unterstützung des kommunalen Wohnungsbaus, bitten wir die Bundestagsfraktion daher, sich für praktische Verbesserungen, etwa längere Fristen im Baugesetzbuch beim Vorkaufsrecht einzusetzen, damit dieses tatsächlich in Anspruch genommen werden kann. Denn bis kommunale Entscheidungsprozesse initiiert, beraten und abgeschlossen werden können, braucht es Zeit. Zudem muss eine schnelle und unkomplizierte Bereitstellung von Investitionsmitteln gewährleistet sein, damit Kreise und Kommunen Vorkaufsrechte überhaupt ausüben können. Die Landtagsfraktion wird gebeten zu überprüfen, ob Kommunen bei der Gründung von kommunalen Wohungsbaugesellschaften, Genossenschaften oder deWahrnehmung von Vorkaufsrechten zu diesem Zweck z.B. einen Fond der IB-SH Mittel zur Verfügung gestellt bekommen können.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="1"><li><p><strong>Weiterer konsequenter Aufbau eines wachsenden Bestands an Sozialwohnungen </strong></p></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir wollen den Bestand an Sozialwohnungen dauerhaft und bedarfsdeckend ausbauen. Schleswig-Holstein ist in den letzten Jahren trotz schwieriger Haushaltslage bei der sozialen Wohnraumförderung konsequent vorangegangen. Wir fordern den Bund auf, endlich die Dramatik der Lage auf dem Wohnungsmarkt anzuerkennen und deutlich mehr Fördermittel als bisher für den sozialen Wohnungsbau zur Verfügung zu stellen und die Länder, in den Wohnungen knapp sind, stärker zu unterstützen. Hierfür muss die Schuldenbremse gelockert werden!</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Bei der Vergabe der Fördermittel sollen die Antragstellenden bevorzugt werden, bei denen die Sozialbindung der Wohnungen mindestens 35 Jahre bestehen bleibt. Durch die gezielte Förderung von gemeinnützigen Wohngenossenschaften soll ein Bestand an dauerhaft günstigem Wohnraum aufgebaut werden. Zudem fordern wir die Landesregierung auf, für öffentliche Grundstücke Erbbaurechte und die Einführung eines Mietkauf-Programms zu prüfen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="1"><li><p><strong>Wohnen als Altersversorge neu in den Blick nehmen</strong></p></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Um die Altersvorsorge zu stärken, bitten wir die Bundestagsfraktion zu prüfen, wie der kommunale Wohnungsbau als Instrument der Rentenpolitik und Pensionsvorsorge eingebunden werden kann, z. Bsp. indem Menschen über einen staatlichen Renten- und Pensionsfonds, Anteile an Genossenschaften und Wohnungsbaugesellschaften erwerben.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>5. Stärkung der Vorsorge und des Eigenerwerbs durch Schaffung einer Eigenheimzulage </strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Für den Kauf der ersten eigengenutzten und grunderwerbsteuerpflichtigen Immobilie sollen Menschen in Schleswig-Holstein mit geringen und mittleren Einkommen eine Zulage zur Grunderwerbsteuer erhalten können, die eine maximale Höhe von 5000 Euro pro im Haushalt lebenden Familienmitglied beträgt. Um Flächenverbrauch zu vermeiden, soll in einem ersten Schritt vor allem der Kauf von älteren Bestandsimmobilien so gefördert werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>6. Förderprogramme stärken, die sowohl Flächenversiegelung verringern und CO2 Ausstoß reduzieren</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Um den Kauf von Bestandsimmobilien mit Sanierungsbedarf attraktiver zu machen, fordern wir den Bund auf, Programme wie “Jung kauft Alt” deutlich stärker auszubauen und für mehr Menschen attraktiv zu machen. Bei dem Programm erhalten junge Familien Fördermittel für den Kauf alter Häuser unter der Bedingung, diese zu sanieren. Die Höhe der vergünstigten Kredite muss den realen Immobilioenpreisen auch in teuren Lagen wie dem Hamburger Rand und den Großstädten gerecht werden. Zudem bitten wir die Bundestagsfraktion, das KFW Energieeffizienz-programm zur energetischen Sanierung noch einmal in den Blick zu nehmen deutlich attraktiver und bürokratieärmer zu gestalten.</p></div></div><h2>Antrag in leichter oder einfacher Sprache</h2><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Wenn Menschen sich Wohnen nicht mehr leisten können, hat das Auswirkungen auf unsere Demokratie. Wenn ein mittleres Einkommen nicht mehr ausreicht, um eine Wohnung zu bezahlen, wenn junge Menschen keine Möglichkeit für den Schritt in die Unabhängigkeit sehen, wenn die energetische Sanierung im Eigenheim zur Schuldenfalle wird, steigt die Unzufriedenheit und die soziale Spaltung nimmt zu. Der Staat muss zunehmend subventionierend mit Transferleistungen wie z.B. Wohngeld eingreifen. Von hohen Wohnkosten profitieren vor allem Wohlhabende: Das treibt die Spaltung der Gesellschaft weiter voran. Um diese Situation zu verändern, müssen Wohnungen wieder in die Hand von gemeinnützigen Genossenschaften und Kommunen, die dem Gemeinwohl verpflichtet sind und Preisstabilität unbgerenzt sichern. Die Erträge aus dem kommunalen Wohnungsbau könnten möglicherweise auch in eine künftige Rentensicherung eingebunden werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Mit den genannten Maßnahmen wollen wir auch junge Familien stärken und ihnen den Kauf von Bestandsimmobilien ermöglichen, deren Sanierung ihre jetzigen Besitzer vielleicht überfordern würde. Mit verbesserten Förderprogrammen wollen wir die Sanierung von Altbauten fördern, um Flächenversiegelung und Zersiedelung vorzubeugen und den CO2 Ausstoß zu reduzieren.</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Fri, 04 Apr 2025 15:31:25 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>A26 Neu Ä1: Soziale Gerechtigkeit im Zentrum grüner Politik</title>
                        <link>https://lpt-april-25.antragsgruen.de/lpt-april-25/motion/82504</link>
                        <author>Landesvorstand GJSH (dort beschlossen am: 07.03.2025)</author>
                        <guid>https://lpt-april-25.antragsgruen.de/lpt-april-25/motion/82504</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Soziale Gerechtigkeit im Zentrum grüner Politik</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir erleben in den letzten Jahren, wie immer mehr Menschen bei der DeckungihrerLebensunterhaltungskosten in Probleme geraten, die Schere zwischen Arm und Reich weiterhin auseinanderdriftet und Gewinne über das Allgemeinwohl gestellt werden. Fragen wie die Bezahlung der Miete, welche Möglichkeiten für die eigenen Kinder geschaffen werden können oder ob eine Beteiligung in dieser Gesellschaft noch möglich istsind für immer mehr Personen alltäglich. Mit Blick auf die Wahlentscheidungen und Stimmung der Menschen im Land ist auch zu erkennen, dass unsere Freiheit und Demokratie darunter leiden, wenn diese Fragen unbeantwortet bleiben. Als progressive, linke Partei muss Bündnis 90/Die Grünen hier zu Stelle sein.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Nach der Bundestagswahl und vor dem Hintergrund der aktuellen politischen Entwicklungen muss sich unsere Partei mit verschiedensten Fragen zu Inhalten und der weiteren Ausrichtung beschäftigen. Die soziale Frage muss wieder stärker ins Zentrum unserer Politik rücken. Die Ergebnisse der Bundestagswahl haben dabei gezeigt, dass die Partei mit ihrem sozialpolitischen Profil nicht überzeugen konnten. Insbesondere die Abwanderungen zur Linkspartei, der Vertrauensverlust in bestimmten Milieus und die Kompetenzwerte belegen dies. Dies ist umso bitterer, wenndarauf geschaut wird, dass die Wahlprogramme und Forderungen die Antworten zu diesen Fragen liefern. Erfolgeund Ziele wie die Steuergerechtigkeit, Entlastungen für die riesige Mehrheit der Gesellschaft, Ausgleiche wie ein Klimageld oder die Einführung einer Kindergrundsicherung müssen offensiver gespielt werden. Daher muss mutig mit diesen Punkten umgehen und die grundsätzliche Frage nach Gerechtigkeit in unserer Gesellschaft beantworten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Schleswig-Holstein gerecht gestalten</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Für uns in Schleswig-Holstein, wo wir in politischer Verantwortung sind, sind diese Fragen ebenso zentral, wie für die Partei insgesamt. Auf Landesebene haben wir Spielraum um Projekte, die einen gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken umzusetzen und Fragen der Finanzierung zu lösen. Unsere Aufgabe muss sein diese Optionen zu nutzen. Dazu gehören unter anderem die Aufträge an B90/Die Grünen:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>Den sozialen Wohnungsbau durch die Wohnraumförderung weiter auszubauen und nach einem möglichem Beschluss des Sondervermögens für Infrastruktur auf Bundesebene auch diesesdafür zu nutzen.</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>Durch eine Ausweitung von Bildungs- und Beratungsangeboten, die soziale Teilhabe zu stärken</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>- eine Reform der Erbschaftsteuer und die Einführung einer Vermögensteuer für Superreiche einzufordern, um für mehr Gerechtigkeit im Steuersystem zu sorgen - gegen rechtliche Schlupflöcher bei der Immobilienbesteuerung konsequent vorzugehen</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Neben direkt landespolitischen Aufgaben, soll der Landesverband diese Themensetzung in seiner öffentlichen Positionierung stärken, sich in der Bundespartei für die verstärkte Fokussierung stark machen und eine mittelfristige Strategie zu sozialen Themen entwickeln, welche Vertrauen zurückgewinnt und langfristig andere politische Mehrheiten schaffen kann.</p></div></div><h2>Antrag in leichter oder einfacher Sprache</h2><h2>Begründung</h2><h2>Antrag als PDF</h2>]]></description>
                        <pubDate>Fri, 04 Apr 2025 15:27:05 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>A15 Neu Ä1+2-ModÜ,  Ä3, 4, 5, 6: Für ein robustes und umfassendes Sicherheitsverständnis unseres Staates</title>
                        <link>https://lpt-april-25.antragsgruen.de/lpt-april-25/fur-ein-robustes-und-umfassendes-sicherheitsversprechen-des-staates-an-65440</link>
                        <author>Tobias Goldschmidt (KV Plön)</author>
                        <guid>https://lpt-april-25.antragsgruen.de/lpt-april-25/fur-ein-robustes-und-umfassendes-sicherheitsversprechen-des-staates-an-65440</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der seit drei Jahren fortwährende brutale Angriffskrieg Putins gegen die Ukraine, die neue Rolle der USA unter Trump und die sich rasant verschärfenden sozialen und ökologischen Krisen unserer Zeit stellen die Menschen in Deutschland, Europa und der Welt vor in der Komplexität bisher nicht dagewesene Herausforderungen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Im ersten Viertel des 21. Jahrhunderts ist die Welt unsicherer geworden. Das nach Ende des Kalten Krieges herbeigesehnte „Ende der Geschichte“ und der damit verbundene Siegeszug der Demokratie westlicher Prägung in einer multipolaren Welt sind eine unerfüllte Hoffnung geblieben.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>In der jetzt vor uns liegenden Dekade braucht es umso mehr politische Entschlossenheit, europäische Integration und ein ebenso gestärktes wie inhaltlich erweitertes Sicherheitsversprechen des Staates an seine Bürger*innen. Dieses robuste Sicherheitsversprechen muss neu definiert werden und geht weit über militärische Sicherheit hinaus.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Aus diesem Verständnis leiten sich für Bündnis 90/Die Grünen Schleswig-Holstein folgende Punkte ab:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Der neuen Sicherheitsarithmetik robust begegnen</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>Putins Krieg gegen die Ukraine ist ein Angriff auf unseren Frieden, auf die europäische Einheit, auf unsere freie, offene und demokratische Gesellschaft. Deutschland muss fest an der Seite der Ukraine stehen - mit diplomatischer, finanzieller, humanitärer und militärischer Unterstützung.</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>Die Zeichen aus den USA sind eindeutig: Europa muss noch stärker in die Verantwortung gehen. Deshalb passt es nicht mehr in die Zeit, dass Verteidigung und Bevölkerungsschutz durch die starren Regeln der Schuldenbremse und den europäischen Fiskalregeln ausgebremst werden. Wir begrüßen die Einigung zwischen CDU/CSU, der SPD und uns Grünen über eine Reform der Schuldenbremse und der Einrichtung von Sondervermögen um mehr Investitionen in Sicherheit und Infrastruktur zu ermöglichen. Wir begrüßen die Initiativen der EU Kommission ReArm Europe und SAFE als einen wichtigen Schritt zu einer gemeinsamen europäischen Sicherheitsarchitektur. Doch das kann nur der Anfang sein: Wir brauchen eine Reform der europäischen Fiskalregeln wie eine größere Reform der Schuldenbremse und gemeinsame Finanzierungsinstrumente auf europäischer Ebene.</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>Insbesondere Schleswig-Holstein als Ostsee-Anrainer braucht gut ausgestattete Sicherheitsbehörden, eine starke Bundeswehr und eine gut sortierte NATO. Wir werden die Bundeswehr, ebenso wie die Polizei, den Verfassungsschutz und die Organisationen des Bevölkerungsschutzes hier im Land weiter nach Kräften unterstützen.</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Der digitale Raum kennt keine Landesgrenzen. Putin und andere Autokraten greifen unsere Infrastrukturen gezielt an. Spionage und Sabotage sind längst an der Tagesordnung. Die Wehrhaftigkeit unserer Demokratie beweist sich auch hier. Daher setzen wir uns weiterhin für einen effektiven und einheitlichen Schutz von Bevölkerung, Behörden und Betrieben ein. Die neue Bundesregierung fordern wir auf, die NIS2- und die CER-Richtlinie der EU umgehend in nationales Recht umzusetzen und schnellstmöglich ein Kritis-Dachgesetz vorzulegen. Um den Kritis-Schutz in Schleswig-Holstein zu stärken, regen wir die Schaffung einer dauerhaften Plattform an, die den Austausch und die Zusammenarbeit zwischen Sicherheits- und Aufsichtsbehörden, Organisationen des Zivil- und Bevölkerungsschutzes, Verwaltungen, Unternehmen und zivilgesellschaftlichen Akteuren, die viel Know-How einbringen, institutionalisiert fördert.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>Sanktionen gegen Putin müssen europäisch strikt durchgesetzt werden. Die Düngemittelimporte aus Russland sind nichts anderes als eine Umgehung des europäischen Energieembargos, die unsere Landwirtschaft abhängig machen. Neben Drohnenüberflügen zu Spionagezwecken ist Russlands Schattenflotte auf der Nord- und Ostsee eine konkrete Gefahr für unsere kritische Infrastruktur und im Falle einer Havarie auch für die ohnehin massiv geschädigte Meeresumwelt. Deshalb fordern wir eine effektive Kontrolle der Schiffe, Lotsenpflichten und europäische Sanktionen gegen die Schattentanker sowie die Einführung einer Versicherungspflicht für Schiffe in deutschen Gewässern.</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Sicherheitsorientierte Energiepolitik</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>Die Energieabhängigkeit Deutschlands von Öl- und Gasimporten hat uns verwundbar gemacht. Wir werden den eingeschlagenen Weg der Umstellung auf Erneuerbare Energien (sowie der Diversifizierung) weitergehen. Damit stärken wir die Resilienz des Wirtschaftsstandortes Deutschland und machen auch unsere Infrastruktur weniger anfällig.</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>Schleswig-Holstein wird als Wind- und Küstenland auch künftig seiner besonderen Verantwortung gerecht. Wir erwarten von der neuen Bundesregierung, dass sie die in der abgelaufenen Wahlperiode auf den Weg gebrachte Entfesselung der Erneuerbaren Energien im Sinne des Wirtschaftsstandortes Deutschland, der Menschen im Land und ihrer sicherheitspolitischen Bedeutung ungebremst fortsetzt und die Verwendung Erneuerbarer Energien in allen Sektoren voranbringt. Erneuerbare Energien müssen bei der Diversifizierung immer Vorrang haben. Eine Abkehr von dieser Linie würde Schleswig-Holstein schaden und ist mit uns nicht zu machen.</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Klima- und Artenschutz sowie Klimaanpassung aktiv angehen</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>Die Klima- und Biodiversitätskrise gefährden weltweit Frieden und Sicherheit so erheblich, dass sie mit oberster Priorität bearbeitet werden müssen. Schon heute erzeugen sie millionenfaches Leid und beschleunigen globale Konflikte. Viele Regionen der Erde sehen sich mit lang anhaltenden Dürren konfrontiert, Unwetter und Überschwemmungen nehmen zu. Millionen Menschen leben in den<br>
Brennpunkten der Klimakrise, haben aber nicht die Mittel, um sich an die<br>
zunehmend unwirtliche Umwelt und die erschwerten Lebensbedingungen<br>
anzupassen. 2023 verließen laut UNHCR rund 26,4 Millionen Menschen ihre<br>
Heimat aufgrund von Katastrophen und klimabedingten Ereignissen wie<br>
Dauerregen, langanhaltenden Dürren, Hitzewellen und Stürmen. Jedes<br>
Zehntelgrad weniger Klimaerwärmung bedeutet viele gerettete<br>
Menschenleben, gerettete Tier- und Pflanzenarten, weniger Dürren,<br>
weniger Überschwemmungen und damit mehr Sicherheit. Deshalb müssen wir<br>
mehr tun, um den Temperaturanstieg zu bremsen und die Artenvielfalt zu<br>
bewahren. Klima- und Artenschutz sind wichtigste Grundvoraussetzung für<br>
internationale Sicherheit und Stabilität. Organisationen wie die NATO,<br>
die Weltbank und die Vereinten Nationen weisen mit Nachdruck darauf hin.</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>Klimaschutz und Klimaanpassung sind mit hohen Investitionen verbunden. Eine Reform der Schuldenbremse ist eine unerlässliche Voraussetzung dafür, die Gesellschaft auf dem Weg der Transformation zusammenzuhalten. Für uns ist klar: Sondervermögen und Reformen der Schuldenbremse müssen ein Geschenk an die Zukunft sein und dürfen nicht zur schweren Hypothek für künftige Generationen werden. Ihnen ist nicht damit geholfen, über perfekt sanierte Verkehrswege durch tote Landschaften zu fahren. Deshalb müssen Klimaschutz und Artenvielfalt ebenso finanziert werden, wie andere Infrastrukturen.</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>Mit dem Klimaschutzprogramm 2030 hat Schleswig-Holstein einen Weg zur Klimaneutralität beschrieben, den es jetzt engagiert und in allen Sektoren konsequent zu beschreiten und auszufinanzieren gilt.</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>Etwa ein Viertel Schleswig-Holsteins ist akut hochwassergefährdet. Die bestehenden wasserwirtschaftlichen Anlagen sowie die Hochwasserschutzanlagen sind den Anforderungen infolge des Klimawandels nicht mehr gewachsen. Wir werden uns weiter für einen zukunftsfähigen Küsten- und Hochwasserschutz einsetzen, im Sinne der Sicherheit der Menschen in unserem Land. Dabei setzen wir insbesondere auf natürliche Klimaanpassungsmaßnahmen, die einen Mehrfachnutzen für die Artenvielfalt, den Tourismus und die Steuerzahler*innen mitbringen. Klimaanpassung macht unser Land widerstandsfähiger, artenreicher und sicherer.</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Demokratie nachhaltig schützen</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>Unsere demokratische Gesellschaft steht massiv unter Druck. Sie wird von innen wie außen bedroht. Die diversen Krisen der vergangenen Jahre überlagern sich zunehmend. Immer häufiger wird dabei auch die Demokratie selbst infrage gestellt. Dem setzen wir uns entschieden entgegen und gehen die komplexen Herausforderungen an. Dafür braucht es neben der regelmäßigen Überprüfung und Weiterentwicklung verfassungsrechtlicher Schutzmechanismen auch Maßnahmen zur Stärkung der politischen Bildung: auskömmliche Projektbudgets, starke Bildung für nachhaltige Entwicklung und mehr und besserer Politikunterricht an Schulen stärken unsere Demokratie und machen unser Land sicherer. Vereine, Verbände und Initiativen sind der Kitt, der unsere Gesellschaft zusammenhält. Wir unterstützen sie und ermuntern sie auch, politisch für die Demokratie einzutreten.</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>Die Transformation zu einer zukunftsfähigen Gesellschaft bedeutet für viele Menschen große Anstrengungen. Deshalb fordern wir auf Bundesebene einen Bürgerrat zur Vorbereitung eines breit getragenen Transformationskonsenses, der insbesondere Fragen der Lastenteilung, sozialen Flankierung und Finanzierungsverantwortung beinhaltet. Der gesellschaftliche Zusammenhalt bleibt der wichtigste Schutz gegen Angriffe auf unsere demokratischen Errungenschaften. Deshalb braucht es einenparlamentarisch möglichst breit getragenenKonsens, der der Spaltung unseres Landes entgegenwirken kann.</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>Unser Staat steht vor großen Zukunftsaufgaben – und wird zugleich häufig als behäbig empfunden. Ein funktionierender Staat stärkt durch seine menschenzentrierte und effiziente Verwaltung demokratische Stabilität. Die Umsetzung bereits getroffener Entscheidungen muss für die Bürger*innen spürbar sein und sie entlasten.Dazu gehören effektiver Umwelt- und Klimaschutz, eine schnelle Digitalisierung, eine zeitgemäße Bildung , gute Gesundheit, armutsfeste Einkommen und eine fairere Lastenverteilung. Hier braucht es keine blinde Deregulierung, sondern strukturelle Reformen und mehr Schub bei der Digitalisierung, um schon lange festgeschriebene Ziele besser durchzusetzen.</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>Eine starke Demokratie lebt auch von Beteiligung. Doch viele Menschen fühlen sich politisch nicht mehr gehört – ein Gefühl, das populistische und rechtsextreme Kräfte gezielt ausnutzen. Dem müssen wir aktiv entgegenwirken. Politik muss Räume schaffen, in denen Bürger*innen sich ernst genommen fühlen und relevant mitgestalten können. Es braucht neben klassischen Formaten innovative und zeitgemäße Beteiligungsmöglichkeiten, um auch jene einzubinden, die sich Beteiligung bisher nicht leisten können – sei es aus Zeit- oder finanziellen Gründen. Digitale Plattformen, aufsuchende Formate und Dialoge in Betrieben oder Quartieren wollen wir unterstützen und neue Formate „out of the box“ entwickeln.</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Kindern und Jugendliche stark machen</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>Die Herausforderungen unserer Zeit werden die Kinder und Jugendlichen von heute ihr ganzes Leben begleiten. Darauf müssen wir sie vorbereiten und dabei müssen wir sie mitnehmen. Die Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen gehören in den Mittelpunkt. Wir müssen aus den Erfahrungen der Coronazeit lernen und sowohl die Rechte von Kindern und Jugendlichen, als auch die Aufwachsens- und Entwicklungsbedingungen in den Blick nehmen. In Krisenjahren ist es besonders wichtig, dass Kinder und Jugendliche auch positive und altersangemessene Erfahrungen machen und Freiheiten erfahren können. Deshalb müssen Kindertagesbetreuung, Ganztagsbetreuung, Angebote der Offenen Kinder- und Jugendarbeit und auch Kinder- und Jugendfreizeiten angemessen unterstützt und gestärkt – und wo notwendig auch infrastrukturell modernisiert werden. Auch sie stärken unsere Demokratie und damit unser Land.</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Arbeitsmarktintegration</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>Der demografische Wandel stellt Deutschland vor Herausforderungen, denen wir vorausschauend begegnen müssen. Unsere Gesellschaft altert. Diese Tendenz wurde zwar durch Zuwanderung und Geburten etwas abgebremst. Dennoch stehen wir in Bereichen der Infrastruktur, des Wohnungsbedarfes, der Sozial- und Gesundheitssysteme vielschichtigen Herausforderungen gegenüber. Wir machen uns daher für eine schnellere und nachhaltigereIntegration von Geflüchteten in den Arbeitsmarkt stark und begrüßen, dass sich Schleswig-Holstein bereits auf den Weg gemacht hat: Die Verstetigung des Pilotprojekts„Grundkompetenzscreening“ in den Landesunterkünften, die Überwindung bürokratischer Hürden und insbesondere die Anerkennung von Berufsqualifikation sind wesentliche Bausteine, damit Integration vom ersten Tag an funktionieren kann.</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Desinformationen stoppen und vorbeugen</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>Der digitale Raum und insbesondere die großen sozialen Netzwerke in den Händen weniger Milliardäre werden zunehmend zur Gefahr für Demokratie und Meinungsfreiheit. Der Feldzug gegen die liberale, rechtsstaatliche Demokratie wird längst aus den sozialen Netzwerken heraus geführt. Extremisten verbinden sich mit autoritären Regimen, manipulieren Diskurse und verbreiten gezielt Desinformation. Eine wehrhafte Demokratie erfordert eine starke und transparente Regulierung dieser Plattformen. Neben guten gesetzlichen Grundlagen braucht es starke Aufsichtsbehörden, um diese auch durchsetzen. Der grüne Weg der digitalen Souveränität soll weitergegangen werden. Unserer Landesverwaltung kommt dabei eine Vorbildrolle zu.</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>Die öffentlich-rechtlichen Medien ebenso wie ein breites Portfolio privater Medien sind wesentliche Hüter des demokratischen Diskurses. Wir werden uns dafür einsetzen, die Medienvielfalt im Land ebenso zu stärken, wie die Pressefreiheit und die öffentlich-rechtlichen Medien geschützt werden müssen. Insbesondere die Präsenz journalistisch hochwertiger öffentlich-rechtlicher Medienangebote in den sozialen Netzwerken muss ausgebaut werden.</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><span class="underline">Gesundheitssystem krisenfest machen</span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><strong>Spätestens seit der Coronapandemie und durch den steigenden Fachkräftemangel gibt es eine Debatte um die Schwächen unseres Gesundheitssystems, insbesondere in der Fläche. Für eine Vorbereitung auf weitere Krisen ist es wichtig, dass wir uns auch hier auf Notsituationen einstellen und die Versorgung stärken. Neben funktionsfähigen und krisenfesten Krankenhäusern, gehört auch eine resiliente Notfallversorgung mit Integrierten Notfallzentren (INZ), Notdienstpraxen und ambulanter Versorgung zu einer krisenresilienten Gesellschaft. </strong></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><strong>Dreh- und Angelpunkt in der Koordination von gesundheitsgefährdenden Lagen wie einer Pandemie oder einer militärischen Auseinandersetzung ist der Öffentliche Gesundheitsdienst (ÖGD). Neben den Ministerien haben die Gesundheitsämter eine zentrale Verantwortung auch außerhalb von Krisensituationen und müssen gestärkt werden. Der Bund-Länder-Pakt für den ÖGD muss deshalb auch über das Jahr 2027 verlängert und ausfinanziert werden.</strong></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><strong>Ein besonderes Augenmerk auch auf die Arzneimittelversorgung gelegt werden, die sehr stark von internationalen Lieferketten abhängt und deshalb bei internationalen Krisen besonders anfällig ist. Wir setzen uns deshalb dafür ein, dass die Wirkstoff- und Arzneimittelproduktion, sowie Forschung in der Europäischen Union gestärkt und insbesondere wichtige Arzneimittel (z.B. Antibiotika) wieder primär in Europa produziert werden.</strong></li></ul></div></div><h2>Antrag in leichter oder einfacher Sprache</h2><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Grüne in SH machen seit langem auf die sich rasant ändernde Sicherheitslage und das bundesweit zu enge Sicherheitsverständnis aufmerksam. Wiederholt wurden konkrete Vorschläge zur Erhöhung der Resilienz und Wehrhaftigkeit unserer Demokratie vorgelegt. Angesichts der jüngsten Ereignisse machen wir unsere Haltung mit diesem Antrag nochmal sehr klar und entwickeln unsere Position weiter.</p></div></div><h2>Antrag als PDF</h2>]]></description>
                        <pubDate>Fri, 04 Apr 2025 13:37:55 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>A7-NEU-Ä1: Gründung einer Landesarbeitsgemeinschaft (LAG) Bevölkerungsschutz</title>
                        <link>https://lpt-april-25.antragsgruen.de/lpt-april-25/grundung-einer-landesarbeitsgemeinschaft-lag-bevolkerungsschutz-40939</link>
                        <author>Aksel Leimbach (KV Stormarn)</author>
                        <guid>https://lpt-april-25.antragsgruen.de/lpt-april-25/grundung-einer-landesarbeitsgemeinschaft-lag-bevolkerungsschutz-40939</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Schleswig-Holstein beschließen die Einrichtung einer Landesarbeitsgemeinschaft (LAG) Bevölkerungsschutz. Ziel der LAG ist es, Strategien für einen nachhaltigen, widerstandsfähigen, inklusiven und gut aufgestellten Bevölkerungsschutz in Schleswig-Holstein zu erarbeiten und innerhalb der Partei eine Plattform für den Austausch mit Fachleuten, Organisationen und politischen Akteuren zu schaffen.</p></div></div><h2>Antrag in leichter oder einfacher Sprache</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><h3><span class="underline"><strong>1. Was soll passieren?</strong></span></h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Die Partei soll eine neue Gruppe gründen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Die Gruppe heißt „Landesarbeitsgemeinschaft Bevölkerungsschutz“. Kurz: LAG Bevölkerungsschutz.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Die Gruppe soll überlegen, wie Menschen bei Notfällen besser geschützt werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Sie soll mit Fachleuten sprechen und Ideen sammeln.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><h3><span class="underline"><strong>2. Warum ist das wichtig?</strong></span></h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Bevölkerungsschutz bedeutet: Menschen helfen, wenn es eine Gefahr gibt. Dazu gehören:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ul><li>Katastrophenschutz, zum Beispiel bei Hochwasser oder Feuer</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ul><li>Zivilschutz, zum Beispiel, wenn es Krieg gibt</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Viele Regeln sind alt und nicht mehr gut. Sie müssen verbessert werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><h3><span class="underline"><strong>3. Ziele der Gruppe</strong></span></h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Die Gruppe soll:<br>
✔ Einen Plan für besseren Schutz machen<br>
✔ Menschen helfen, sich auf Notfälle vorzubereiten<br>
✔ Mit Behörden und Hilfsorganisationen zusammenarbeiten<br>
✔ Regeln für den Rettungsdienst verbessern<br>
✔ Mehr Geld und Personal für den Schutz fordern</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><h3><span class="underline"><strong>4. Wichtige Themen</strong></span></h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><h4><strong>4.1 Menschen auf Notfälle vorbereiten</strong></h4></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Viele wissen nicht, was sie im Notfall tun sollen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><strong>Lösungen:</strong><br>
✔ Mehr Erste-Hilfe-Kurse, besonders in Schulen und Betrieben<br>
✔ Übungen machen, damit alle wissen, was zu tun ist</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><h4><strong>4.2 Hilfe für die Behörden</strong></h4></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Die Landkreise kümmern sich um den Schutz.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Sie haben aber oft zu wenig Geld und Material.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><strong>Lösungen:</strong><br>
✔ Mehr Geld vom Land für die Landkreise<br>
✔ Bessere Planung, damit überall genug Hilfe da ist</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><h4><strong>4.3 Rettungsdienst verbessern</strong></h4></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Immer mehr Menschen brauchen den Rettungsdienst.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Es gibt aber zu wenig Personal.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><strong>Lösungen:</strong><br>
✔ Neue Regeln für den Rettungsdienst<br>
✔ Bessere Zusammenarbeit mit Ärzten und Krankenhäusern</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><h4><strong>4.4 Mehr Hilfe für Ehrenamtliche</strong></h4></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Viele Helfer arbeiten freiwillig. Ohne sie geht es nicht. Sie bekommen aber oft zu wenig Unterstützung.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><strong>Lösungen:</strong><br>
✔ Mehr Geld für ihre Ausbildung<br>
✔ Bessere Regeln, damit sie für Einsätze freigestellt werden können</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><h4><strong>4.5 Doppelarbeit vermeiden</strong></h4></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Manche Helfer sind in mehreren Organisationen. Das ist ein Problem.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><strong>Lösungen:</strong><br>
✔ Bessere Planung, damit Helfer nicht doppelt arbeiten müssen</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><h4><strong>4.6 Zivilschutz stärken</strong></h4></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Wenn es Krieg gibt, müssen die Menschen geschützt werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><strong>Lösungen:</strong><br>
✔ Militär und Hilfsorganisationen müssen besser zusammenarbeiten<br>
✔ Es muss Pläne geben, was im Notfall zu tun ist</p></div></div><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><strong>2. Begründung</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><strong>2.1 Bedeutung des Bevölkerungsschutzes</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Der Bevölkerungsschutz ist der Oberbegriff für alle Maßnahmen, die die Gesellschaft auf Krisen, Katastrophen und außergewöhnliche Gefahrenlagen vorbereitet, deren Auswirkungen minimiert und die Resilienz der Bevölkerung stärkt. Er umfasst zwei zentrale Bereiche:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ul><li><strong>Katastrophenschutz</strong> – Reagiert auf akute Notlagen wie Naturkatastrophen, Pandemien oder großflächige Unglücke.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ul><li><strong>Zivilschutz</strong> – Beinhaltet Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung im Kriegsfall, einschließlich Notfallvorsorge und Schutzmaßnahmen.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Gerade der Bereich des Zivilschutzes befindet sich derzeit im Wiederaufbau. Viele Gesetze und Strukturen stammen noch aus den 1980er Jahren und entsprechen nicht mehr den heutigen Standards oder der aktuellen Sicherheitslage in Deutschland.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>In Abschnitt 4 werden exemplarisch einige der größten Herausforderungen im Bevölkerungsschutz aufgezeigt. Diese Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sondern basiert auf der Wahrnehmung verschiedener Akteure im Bevölkerungsschutz.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><strong>3. Ziele der LAG Bevölkerungsschutz</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Die LAG soll:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ul><li><strong>Strategien für den Bevölkerungsschutz in Schleswig-Holstein (weiter‑) entwickeln.</strong></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ul><li><strong>Die Resilienz der Bevölkerung gegenüber Katastrophen und Bedrohungen erhöhen.</strong></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ul><li><strong>Die Zusammenarbeit mit Behörden, Organisationen und Verbänden stärken.</strong></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ul><li><strong>Strukturen für nachhaltige Krisenvorsorge und Klimaanpassung fördern.</strong></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ul><li><strong>Die militärisch-zivile Zusammenarbeit im Zivilschutz und Katastrophenschutz gezielt optimieren und fördern.</strong></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ul><li><strong>Die vollständige Aufstellung der Medical Task Forces (MTF) in Schleswig-Holstein begleiten und politisch unterstützen.</strong></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ul><li><strong>Die Überarbeitung des Rettungsdienstgesetzes vorantreiben.</strong></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ul><li><strong>Die Personalstruktur im Bevölkerungsschutz verbessern, um Mehrfachbelastungen zu vermeiden.</strong></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ul><li><strong>Eine bessere Unterstützung für die Unteren Katastrophenschutzbehörden in den Kreisen sicherstellen.</strong></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><strong>4. Mögliche Themenfelder der LAG zur Verbesserung des Bevölkerungsschutzes</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><strong>4.1 Förderung der Resilienz der Bevölkerung</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Die Resilienz der Bevölkerung gegenüber Katastrophen und Bedrohungen ist eine der wichtigsten Komponenten eines funktionierenden Bevölkerungsschutzes. Obwohl der Bund bereits <strong>Erste-Hilfe-Kurse mit Selbstschutzmaßnahmen</strong> finanziert, decken diese Programme den tatsächlichen Bedarf oft nicht ab.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><strong>Mögliche Aufgaben:</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ul><li>Entwicklung von <strong>Landeskonzepten für Schulungen zu Selbstschutzmaßnahmen</strong> für alle Altersgruppen, insbesondere in Schulen, Unternehmen und Gemeinden.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ul><li>Sicherstellen, dass <strong>alle Schulen Zugang zu Erste-Hilfe- und Selbstschutztrainings</strong> haben.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ul><li>Förderung von <strong>Bevölkerungsschutzübungen in Zusammenarbeit mit Hilfsorganisationen und Behörden.</strong></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><strong>4.2 Unterstützung der unteren Katastrophenschutzbehörden in den Kreisen</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Viele Aufgaben im Bevölkerungsschutz liegen bei den <strong>Unteren Katastrophenschutzbehörden auf Kreisebene</strong>. Es bestehen<br>
jedoch große Unterschiede in Ausstattung und Finanzierung.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><strong>Probleme:</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ul><li>Unzureichende zentrale Koordination und Unterstützung auf Landesebene.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><strong>Lösungen:</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ul><li>Bessere landesweite Unterstützung und Finanzierung der Kreise.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ul><li>Mehr Vernetzung und Standardisierung, um Synergien zu nutzen.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><strong>4.3 Anpassung des Rettungsdienstgesetzes an aktuelle Herausforderungen</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Der Rettungsdienst in Schleswig-Holstein steht vor neuen Herausforderungen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><strong>Probleme:</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ul><li>Steigende Einsatzzahlen und längere Transportwege.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ul><li>Personalmangel und zunehmende Belastung der Notfallsanitäter*innen.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><strong>Lösungen:</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ul><li>Reform des Rettungsdienstgesetzes und bessere Verzahnung mit dem Katastrophenschutz.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ul><li>Bessere Verzahnung von Rettungsdienst, Kassenärztliche Vereinigung/Bereitschaftsdienst und Notfallpraxen</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ul><li>Bessere gesetzliche Absicherung für Rettungsdienstpersonal zur Übergabe von Einsätzen und Patient*innen an Notfallpraxen und den kassenärztlichen Dienst (116117).</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><strong>4.4 Bessere Unterstützung für ehrenamtliche Einsatzkräfte</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Ehrenamtliche Kräfte sind das Rückgrat des Bevölkerungsschutzes. Ohne sie sind die vielen Aufgaben nicht zu bewältigen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><strong>Probleme:</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ul><li>Mangelnde finanzielle und materielle Unterstützung, insbesondere bei der Ausbildung.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ul><li>Fehlende Anerkennung und Flexibilität im Berufsleben.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ul><li>Ungleichstellung von unterschiedlichen Bevölkerungsschutzkräften.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><strong>Lösungen:</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ul><li>Politische Konzepte zur Entlastung und besseren Anerkennung des Ehrenamts.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ul><li>Verbesserte rechtliche Absicherung und Freistellungsregelungen.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ul><li>Finanziell abgesicherte Ausbildungen für ehrenamtliche Einsatzkräfte</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><strong>4.5 Vermeidung der Doppelverpflichtung von Personal</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Viele Einsatzkräfte sind in mehreren Organisationen aktiv – z. B. gleichzeitig bei Feuerwehr, Rettungsdienst und Hilfsorganisationen. Zudem können auch ihre Arbeitgeber*innen sie im Bevölkerungsschutzfall heranziehen, etwa Krankenhauspersonal oder Beamte. Dies fördert einerseits die Vernetzung, führt aber auch zu Problemen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><strong>Probleme:</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ul><li>Mehrfache Verpflichtungen führen im Krisenfall zu Personalengpässen.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><strong>Lösungen:</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ul><li>Entwicklung einer landesweiten Personalstrategie zur Reduzierung von konkurrierenden Verpflichtungen.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ul><li>Bessere Erfassung und Koordinierung von Einsatzkräften zwischen Organisationen.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><strong>4.6 Stärkung des Zivilschutzes und der militärisch-zivilen Zusammenarbeit</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Der <strong>Zivilschutz</strong> wurde in Deutschland lange vernachlässigt, ist aber durch den Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine wieder in das politische Bewusstsein gerückt. Hier müssen Maßnahmen ergriffen werden, um den fachlichen Austausch weiter zu fördern und eine Verbesserung der militärische-zivilen Zusammenarbeit herbeizuführen.</p></div></div><h2>Antrag als PDF</h2>]]></description>
                        <pubDate>Thu, 03 Apr 2025 15:07:53 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>A8-NEU-Ä1: Schutz zivilgesellschaftlichen Engagements und Reform des Gemeinnützigkeitsrechts</title>
                        <link>https://lpt-april-25.antragsgruen.de/lpt-april-25/schutz-zivilgesellschaftlichen-engagement-und-reform-des-gemeinnutzigk-43724</link>
                        <author>Landesvorstand (dort beschlossen am: 04.03.2025), </author>
                        <guid>https://lpt-april-25.antragsgruen.de/lpt-april-25/schutz-zivilgesellschaftlichen-engagement-und-reform-des-gemeinnutzigk-43724</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Bündnis 90/Die Grünen Schleswig-Holstein setzen sich für eine starke und unabhängige Zivilgesellschaft als Fundament unserer Demokratie ein. Vereine, Initiativen, Bündnisse und journalistische Organisationen leisten einen unverzichtbaren Beitrag zum gesellschaftlichen Zusammenhalt, zur Verteidigung demokratischer Werte und zur Unterstützung marginalisierter Gruppen. Sie dürfen nicht durch politische Einflussnahme eingeschränkt oder unter Druck gesetzt werden.<br>
Konkret fordern wir:<br>
• eine Reform des Gemeinnützigkeitsrechts, um die Förderung demokratischer Werte, <span class="underline">die Aufklärung über und Bekämpfung von Desinformation im Netz, die Extremismusprävention, insbesondere im Hinblick auf gruppenbezogenen Extremismus, die Förderung von Aussteigerprogrammen</span> sowie gesellschaftspolitischem Engagement für Toleranz als gemeinnützige Zwecke explizit in der Abgabenordnung zu verankern,<br>
• den Schutz gemeinnütziger Organisationen vor politischer Einflussnahme durch Parteien oder Regierungen durch einen sicheren Rechtsrahmen in Bezug auf die Prüfung der Gemeinnützigkeit durch die Finanzämter,<br>
• eine verlässliche finanzielle Unterstützung von Initiativen und Organisationen, die sich für Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und gesellschaftlichen Zusammenhalt einsetzen.<br>
Wir stellen uns gegen jegliche Versuche, das Gemeinnützigkeitsrecht einzuschränken und werden uns weiter für eine Modernisierung einsetzen.<br>
Für die CDU/CSU-Fraktion auf Bundesebene ist ein Zurückgreifen auf den vorliegenden Gesetzentwurf eine gute Möglichkeit Brücken zu bauen, anstatt Vereine und Organisationen weiter zu diskreditieren.</p></div></div><h2>Antrag in leichter oder einfacher Sprache</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Vereine und Initiativen sind wichtig für unsere Demokratie. Vereine haben auch Rechte. Sie können zum Beispiel leichter Spenden sammeln. Das muss ein Verein beim Finanz-Amt beantragen. Das Finanz-Amt prüft, ob ein Verein nützlich für die Gemeinschaft ist. Das nennt man: Gemein-nützigkeit. Was gemein-nützig ist, wird in einem Gesetz geregelt. Das Gesetz jetzt ist alt. Wir Grüne wollen es neu machen. Denn heute sind andere Themen wichtig, z.B. das alle Menschen gleiche Rechte haben und Vielfalt wichtig ist.<br>
Die CDU findet: Vereine, die Geld vom Staat bekommen, sollen nicht vor CDU Partei-Büros demonstrieren. Wir Grünen finden: Das ist erlaubt, wenn nichts kaputt gemacht wird oder Menschen bedroht werden. Bei uns demonstieren auch Menschen vor den Büros. Das gehört dazu.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Wir finden:<br>
• Manchmal finden Vereine schlecht, was Parteien oder Regierungen machen. Wir finden: Das dürfen sie, aber sie dürfen nicht gegen Gesetzes verstoßen. Vereine sollen keine Angst haben, dass ihnen Geld weggenommen wird, wenn sie für Demokratie demonstrieren.<br>
• Das Gesetz für die &quot;Gemein-Nützigkeit&quot; wollen wir modern machen.</p></div></div><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Eine wehrhafte Demokratie braucht eine aktive Zivilgesellschaft. Demokratie lebt von Debatte, Kritik und dem Willen zur inhaltlichen Auseinandersetzung. Gerade in Zeiten, in denens Rechtsextremismus erstarkt und demokratische Institutionen unter Druck geraten, ist es unerlässlich, dass Organisationen, die sich für eine offene Gesellschaft einsetzen, gestärkt werden.<br>
Zivilgesellschaftliches Engagement ist nicht unpolitisch – und muss es auch nicht sein. Protest und gesellschaftspolitisches Engagement gehören zu den Grundfesten einer lebendigen Demokratie. Dies wurde auch von konservativen Stimmen in der Vergangenheit anerkannt. Es ist daher fatal, wenn demokratische Parteien nun versuchen, kritische Stimmen durch Druck auf gemeinnützige Organisationen mundtot zu machen.<br>
Was die Demonstrationen nach der Abstimmung von Union und FDP mit der AfD im Deutschen Bundestag deutlich gemacht haben, entspricht in Teilen genau dem, was Friedrich Merz selbst noch im November vollmundig versprochen hatte und was Altkanzlerin Angela Merkel sowie die Kirchen als Tabubruch gekennzeichnet haben. Damit sind Merkel und Merz selbst die besten Kronzeugen für die Überparteilichkeit der Demonstrationen. Die Menschen sind zu Hundertausenden auf die Straße gegangen, weil uns die deutsche Geschichte gelehrt hat, dass der Faschismus durch Normalisierung und Zusammenarbeit mit bürgerlichen Parteien erstarkt ist. Nie wieder ist jetzt, ist kein parteipolitisches Motto, sondern eine gesellschaftliche und historische Mahnung.<br>
Dass die CDU/CSU nun unmittelbar nach einer Wahl mit erschreckend hohen Ergebnissen für die AfD ausgerechnet Organisationen ins Visier nimmt, die sich – oft unter persönlicher Anfeindung und Gefährdung – gegen Rechtsextremismus engagieren, ist ein fataler Irrweg und bedient rechtsextreme und antisemitische e Erzählungen vom „deep state“. Zivilgesellschaftliches Engagement und Protest von Verbänden muss nicht unpolitisch sein – das hat die Union bei Bauernprotesten, Demonstrationen gegen das Heizungsgesetz oder anderen gesellschaftlichen Positionierungen ebenfalls nie gefordert.<br>
Wir setzen uns weiterhin für eine Modernisierung des Gemeinnützigkeitsrechts ein, um der entstandenen Unsicherheit entgegenzuwirken. Dafür wollen wir gesetzlich klarstellen, dass sich eine gemeinnützige Organisation innerhalb ihrer steuerbegünstigten Zwecke politisch betätigen sowie gelegentlich auch darüber hinaus zu tagespolitischen Themen Stellung nehmen kann, ohne dass dies den Gemeinnützigkeitsstatus gefährdet.<br>
Statt demokratisch engagierte Vereine unter Generalverdacht zu stellen, sollte das Gemeinnützigkeitsrecht modernisiert werden, um zeitgemäße Herausforderungen angemessen abzubilden. Es ist bedauerlich, dass die längst überfällige Reform des Gemeinnützigkeitsrechts in der Ampelregierung nicht abgeschlossen wurde. Während einige Parteien vor allem wirtschaftliche Interessen wie die Förderung von E-Sport in den Fokus stellten, wurden zivilgesellschaftliche Organisationen nicht angemessen berücksichtigt.<br>
Wir fordern die Union auf, ihre destruktive Haltung gegenüber der Zivilgesellschaft aufzugeben und stattdessen Vereine und Organisationen aktiv dabei zu unterstützen, sich gegen Desinformation, Rassismus und Rechtsextremismus einzusetzen. Die Entscheidung über Gemeinnützigkeit muss auf fachlicher Basis erfolgen, frei von parteipolitischer Einflussnahme. Eine starke Zivilgesellschaft ist ein Garant für eine widerstandsfähige Demokratie – und ihre Förderung eine Investition in unsere gemeinsame Zukunft.</p></div></div><h2>Antrag als PDF</h2>]]></description>
                        <pubDate>Thu, 03 Apr 2025 15:06:59 +0200</pubDate>
                    </item></channel></rss>