Veranstaltung: | Landesparteitag S-H April 2025 |
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Tagesordnungspunkt: | 5. Anträge |
Antragsteller*in: | Philipp Schmagold (KV Plön) |
Status: | Eingereicht |
Eingereicht: | 28.02.2025, 05:33 |
A1: Die Energiewende flächeneffizient zum Erfolg machen!
Antragstext
Die erneuerbaren Energien sind eine Erfolgsgeschichte, gerade in Schleswig-
Holstein. Sie schützen das Klima, sie bringen Geld in abgelegene Orte und
Geldbörsen, sie machen unabhängiger von Kohle, Erdöl, LNG und sie schaffen viel
mehr Arbeitsplätze als fossile Energien.
So wie es bald kein neues Dach mehr ohne solare Warmwasserbereitung und/oder
Stromerzeugung geben sollte, muss auch überall sonst die Flächeneffizienz auch
bei erneuerbaren Energien steigen.
Die Möglichkeiten dazu sind von der Politik auf allen Ebenen noch besser zu
unterstützen, damit sie in konkreten Projekten umgesetzt werden. Drei Beispiele:
1. Insbesondere in Windparks sollte Solarenergienutzung von allen politischen
Ebenen unterstützt werden, denn die dortigen Flächen können dann gleichzeitig
zur Wind- und Sonnenenergieproduktion verwendet werden, erhöhen die
Artenvielfalt bzw. können bei Agri-Photovoltaik weiterhin der
Lebensmittelproduktion dienen. Die Solarenergienutzung und die Windkraftnutzung
dürfen deshalb regionalplanerisch nicht als gegenseitige Ausschlussflächen
angesehen werden.
2. Die ersten Batterien stehen schon und in den kommenden Jahren werden es viele
mehr, auch sehr große. Diese für die Elektrizitätsversorgung wichtigen Speicher
können flächeneffizienter werden, indem Ihnen ein Solardach gegönnt wird, mit
dem viel zur Kühlung benötigte Energie eingespart und gleichzeitig Solarstrom
produziert werden kann.
3. Die Solarenergienutzung rund um Umspannwerke und entlang von Stromtrassen
sollte unterstützt werden, denn die dort sehr kurzen Kabelstrecken und Wege sind
ebenfalls eine Form von Flächeneffizienz.
Die Energiewende muss weiterhin eine möglichst hohe Akzeptanz genießen, wir sind
noch lange nicht am Ziel und können auch durch eine hohe Flächeneffizienz dazu
beitragen.
Begründung
Die Flächeneffizienz in Windparks, auf großen Batterien und rund um Umspannwerke ist durch plietsche Maßnahmen und durch Kombination verschiedener Technologien steigerungsfähig, dieser Prozess einer noch flächeneffizienteren Energiewende soll durch diesen Antrag konstruktiv unterstützt werden.
Unterstützer*innen
- Carina Hennecke (KV Rendsburg-Eckernförde)
- Kurt Reuter (KV Stormarn)
- Pamela Masou (KV Pinneberg)
- Gerd Weichelt (KV Dithmarschen)
- Joachim Mohr (KV Kiel)
- Norbert Maack (KV Nordfriesland)
- Martin Drees (KV Plön)
- Martina Stark (KV Plön)
- Anett Schwab (KV Plön)
- Sönke Dibbern (KV Schleswig-Flensburg)
- Ulrich Hahn (KV Stormarn)
- Markus Zipper (KV Lübeck)
- Matthias Forthmann (KV Nordfriesland)
- Michael Gedamke (KV Kiel)
- Jannik Maximilian Broß (KV Kiel)
- Hubert Ohlendorf (KV Lübeck)
- Petra Kärgel (KV Pinneberg)
- Scarlett Schmit (KV Steinburg)
- Thomas Abraham (KV Neumünster)
- Dietmar Gosch (KV Stormarn)
- Norbert Dick (KV Schleswig-Flensburg)
Änderungsanträge
- A1-Ä1 (Scarlett Schmit (KV Steinburg), Eingereicht)
Kommentare
Norbert Maack:
Carsten Nielsen:
zur Wind- und Sonnenenergieproduktion verwendet werden": Die parallele Nutung von Windkraftflächen für Freiflächen-PV würde ich fachlich eher kritisch sehen. Bereits eine Teilverschattung reduziert die Effizienz erheblich - gerade auch ein Propeller, der im Sekundentakt über die komplette Anlage streicht. Eine reine Südbebauung am Rand eines Windparks macht vielleicht Sinn.
Ulrich Hahn:
Ulrike Täck:
Da muss man noch mal genauer hinschauen. So einfach ist das nicht ;-)
- Es ergeben sich hieraus sehr langgestreckte, also die Gegend zerschneidende Strukturen. Wildwechsel darf hierdurch nicht gestört werden
- Bei den Stromtrassen müssen die Zufahrtswege zu den Masten und teils entlang der Kabel für Wartungszwecke frei gehalten werden
- Von den Stromkabeln fallen im Winter auch Eisbrocken runter, die zu Beschädigungen der Solarmodule führen können.
- Um elektrische Überschläge zu verhindern, muss zwischen Hochspannungsfreileitungen und baulichen Anlagen ein Sicherheitsabstand gewährleistet werden (DIN-Norm für Freileitungen über AC 45 kV15). Der einzuhaltende Sicherheitsabstand hängt von der elektrischen Spannung ab.
Ulrike Täck:
Aus dem LEP 2012:
"Im Einzelfall können Solar-Freiflächenanlagen auch auf Flächen entstehen, auf denen ... sowie auf Flächen in Vorranggebieten Windenergie."
Philipp Schmagold:
1. PV unter Freileitungen:
Ich habe ein Video aufgenommen zur bereits erfolgten Realisierung von PV direkt unter Freileitungen. Diese Variante soll natürlich nicht durchgehend unter jeder Freileitung gemacht werden, natürlich muss Wildtierzug möglich bleiben. Der angesprochene Eiswurf mit zerstörerisch großen Eisbrocken ist kein nennenswerter Faktor, nur sehr selten müssen einzelne beschädigte Module ausgetauscht werden:
https://youtu.be/0_ZjlgEqQEY?si=w3FCs348RoLWHZMH
2. Zum Sinn eines energiesparenden und flächeneffizienten PV-Dachs über Batterien hier der Link zu meinem Artikel:
https://www.pv-magazine.de/2024/10/16/batterien-ueberdachen-mit-photovoltaik/
3. PV flächeneffizient im Windpark:
Im Energiepark Saerbeck (NRW) und andernorts wurde das schon vor mehreren Jahren erfolgreich gemacht und dort vertragen sich Wind- und Sonnenkraft sehr gut. Hier mein Artikel zu den Vorteilen:
https://www.erneuerbareenergien.de/energiemarkt/energierecht/100-prozent-erneuerbare-energiewende-flaechensparsam-und-artenschutzfreundlich
Klima- und artenschutzfreundliche Grüße! 🌍🦋🌻
Philipp
Scarlett Schmit:
Philipp Schmagold:
das ist eine sehr gute Ergänzung, danke dir. Formulierst Du dazu einen Änderungsantrag? Den würde ich gerne unterstützen.
Sonnige Grüße! ☀️
Philipp
Scarlett Schmit:
Scarlett Schmit:
https://lpt-april-25.antragsgruen.de/lpt-april-25/die-energiewende-flacheneffizient-zum-erfolg-machen-45206/87421
Denise Kreissl:
Erneuerbare Energien sind gut. Besonders in Schleswig-Holstein.
Sie helfen dem Klima. Sie bringen Geld in kleine Orte. Und sie schaffen viele neue Arbeits-Plätze.
Wir brauchen keine Energie mehr aus Kohle oder Öl. Das macht uns unabhängiger.
Bald soll auf jedem neuen Dach eine Solaranlage sein. Diese Anlage macht warmes Wasser oder Strom.
Auch auf anderen Flächen soll mehr Energie entstehen. Zum Beispiel durch Sonne oder Wind. Dafür muss die Fläche gut genutzt werden.
Die Politik muss dabei helfen. Dann können neue Projekte entstehen.
Hier sind 3 Beispiele:
Beispiel 1: Wind und Sonne auf derselben Fläche
Ein Windpark hat viel Platz. Man kann dort auch Solaranlagen aufstellen. Dann gibt es Strom aus Wind und Sonne.
Das ist gut für Tiere und Pflanzen. Und das ist auch gut für die Landwirtschaft.
Deshalb darf die Politik nicht sagen: Hier darf nur Wind oder nur Sonne sein.
Beispiel 2: Batterien mit Solardach
Batterien speichern Strom. Es gibt jetzt schon große Batterien. Bald werden es noch mehr.
Diese Batterien brauchen Platz. Auf dem Dach kann man Solarstrom machen. Das spart Energie für die Kühlung.
Beispiel 3: Solar an Stromleitungen
Umspannwerke und Stromleitungen brauchen Platz. Rundherum kann man Solaranlagen bauen. Dann sind die Wege für den Strom sehr kurz.
Das ist gut genutzt.
Die Energiewende geht weiter. Wir müssen dafür sorgen, dass viele Menschen sie gut finden. Gute Nutzung von Flächen hilft dabei.
Philipp Schmagold:
Unsere Landesarbeitsgemeinschaft Energie hat darum gebeten, den Antrag vom Landesparteitag an sie zu überweisen.
Ich bin einverstanden, dass der Antrag zur flächeneffizienten Energiewende vom LPT an die LAG überwiesen wird mit dem Ziel, dass eine überarbeitete Fassung des Antrages auf die Tagesordnung des darauf folgenden LPT kommt.
Bitte meldet euch, falls ihr mit dieser Vorgehensweise nicht einverstanden seid.
Danke! 🌍
Philipp
Ulrich Hahn:
und andere Grüne, die sich nicht zu den Klima- und Artenschützern zählen ;-)
Dieser Antrag war einer der wenigen, wenn nicht der einzige, der sich mit den Kernthemen der Grünen auseinandersetzt. (soll ich sie nochmal nennen? Klimaschutz, Energieeffizienz, Nachhaltigkeit?)
Ja, die Welt steht grad schief, und so viele andere Themen werden jeden Tag durchgehechelt. Und das ist auch unvermeidlich. Aber ich finde es schlimm genug, daß schon im Wahlkampf kaum Raum für eine essenziell grüne Profilierung blieb. Bäume umarmen sie auch in Bayern. Für Munition stellt der Milliardär Milliarden bereit..
Den Antrag aufs Nächste Mal zu verschieben - nichts anderes lese ich aus "überarbeiten" - gibt ein ur-grünes Themenfeld zugunsten der Tagespolitik auf.
Danke zurück
Ulrich