Veranstaltung: | Landesparteitag S-H April 2025 |
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Tagesordnungspunkt: | 10.4. Nachwahl Landesvielfaltsrat Grüne Jugend (1 Platz) |
Antragsteller*in: | Joshua Rudloff (KV Ostholstein) |
Status: | Eingereicht |
Eingereicht: | 01.04.2025, 21:23 |
B3: Joshua Rudloff
Selbstvorstellung
Selbstvorstellung
Liebe Freund:innen der Vielfalt,
mein Name ist Joshua Rudloff, ich bin 25 Jahre alt und lebe in Ostholstein. Mit großer Überzeugung bewerbe ich mich für den Landesvielfaltsrat.
Warum ich kandidiere
Vielfalt ist das Fundament einer funktionierenden und gerechten Gesellschaft. Sie bedeutet mehr als nur die Anerkennung von Unterschieden – sie erfordert aktive Strukturen, die Teilhabe für alle ermöglichen. Ich bin mir darüber im Klaren, dass ich als weißer, heterosexueller, deutscher Mann ohne eigene Diskriminierungserfahrungen nicht die Stimme der Betroffenen bin oder sein kann. Aber genau das ist mein Antrieb: Vielfalt ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe – es darf nicht allein an den Betroffenen liegen, für Veränderung zu kämpfen.
Herausforderungen
Wir stehen heute und in Zukunft vor immensen Herausforderungen in der Gesellschaft. Viele Maßnahmen bleiben auf symbolischer Ebene, wie z. B. Diversity-Labels oder Regenbogenflaggen im Juni – strukturelle Veränderungen bleiben auf der Strecke. Jeden Tag stellen rechtspopulistische Kräfte Vielfalt als „Bedrohung“ dar und mobilisieren gezielt gegen Gleichstellungspolitik.
All das geschieht in einem Umfeld, in dem sich Teile der Gesellschaft durch Maßnahmen wie gendergerechte Sprache oder Quotenregelungen überfordert oder bevormundet fühlen. Wir müssen aber dahin kommen, dass Vielfalt nicht nur auf einzelne Identitätsmerkmale reduziert wird, sondern Intersektionalität gelebt wird.
Wir kämpfen mit fehlenden Daten und Studien, mangelnder Sensibilität in Verwaltung und Behörden, unzureichender Inklusion und fehlender Nachhaltigkeit von Maßnahmen. Vielfaltspolitik hat in den vergangenen Jahren große Fortschritte gemacht, aber es gibt noch viel zu tun. Vielfalt muss strukturell verankert, gegen Widerstände verteidigt und in allen gesellschaftlichen Bereichen mitgedacht werden.
Meine Schwerpunkte
Ich setze mich für eine inklusive Gesellschaft ein, die Barrieren abbaut – ob im Bildungssystem, auf dem Arbeitsmarkt oder im Alltag. Besonders am Herzen liegen mir:
- Gesundheitliche Sensibilisierung: Krankheiten wie Multiple Chemikalien-Sensitivität, Endometriose oder Migräne mit Aura werden oft unterschätzt. Betroffene müssen ernst genommen werden – sei es durch medizinische Forschung, bessere Diagnostik oder gesellschaftliches Bewusstsein.
- Bewusstseinsbildung für unbewusste Diskriminierung: Struktureller Rassismus und unbewusste Vorurteile sind keine lauten, aber tiefgreifende Hürden. Sensibilisierung und Aufklärung sind essenziell, um Chancengleichheit zu fördern.
- Echte Teilhabe ermöglichen: Barrierefreie Bewerbungsverfahren, Schutzräume für queere Personen oder Rückzugsorte für stillende Mütter sind kein Luxus, sondern essenziell für eine inklusive Gesellschaft.
Mein Versprechen
Die besten Lösungen entstehen nicht aus einer einzigen Perspektive, sondern im Dialog mit denen, die es betrifft. Deshalb werde ich Betroffene einbeziehen, ihre Forderungen ernst nehmen und ihnen Raum geben, ihre Geschichten zu erzählen.
Vielfaltspolitik ist kein statischer Zustand, sondern ein ständiger Lernprozess. Ich werde mich weiterbilden, mich selbst hinterfragen und offen für Kritik sein – denn nur so kann ein jedes Mitglied unserer Gesellschaft echte Veränderung schaffen.
Worte allein reichen nicht. Ich werde mich aktiv dafür einsetzen, dass Vielfalt nicht nur ein schönes Ideal bleibt, sondern sich konkret in unseren Gesetzen, Institutionen und unserem gesellschaftlichen Miteinander widerspiegelt.
Mein besonderer Dank gilt der Grünen Jugend Schleswig-Holstein für ihr Vertrauen. Ich stehe hier mit ihrem Votum – das Votum einer Bewegung, die sich nicht mit halben Fortschritten zufriedengibt. Wir sind unbequem, wenn es sein muss. Wir hinterfragen alte Strukturen. Wir setzen uns dafür ein, dass Vielfalt nicht nur verwaltet, sondern aktiv gefördert wird.
Das bedeutet für mich:
- Vielfaltspolitik muss mutiger werden. Wir brauchen klare Verpflichtungen statt bloßer Absichtserklärungen.
- Junge Stimmen müssen gehört werden. Die Politik von heute entscheidet über unsere Zukunft – deshalb werden wir uns einmischen.
- Solidarität ist kein leeres Wort. Wir stehen füreinander ein, auch wenn es unbequem ist.
Gemeinsam für eine Gesellschaft, die alte Strukturen hinterfragt, daran wächst und Vielfalt lebt
Mit solidarischen Grüßen
Joshua
Bewerbung in einfacher oder leichter Sprache
Bewerbung in leichter Sprache:
Liebe Freund:innen der Vielfalt,
Mein Name ist Joshua Rudloff.
Ich bin 25 Jahre alt und lebe in Ostholstein.
Ich möchte in den Landesvielfaltsrat.
Warum ich kandidiere
Vielfalt macht unsere Gesellschaft gerechter.
Es reicht nicht, Unterschiede zu akzeptieren – alle müssen die gleichen Chancen haben.
Ich selbst habe keine Diskriminierung erlebt.
Gerade deshalb will ich helfen. Vielfalt geht uns alle an.
Herausforderungen
Es gibt noch viele Probleme:
Oft gibt es nur Symbole, aber keine echten Veränderungen.
Rechte Gruppen greifen Vielfalt an.
Manche Menschen fühlen sich durch Gender-Sprache oder Quoten verunsichert.
Vielfalt muss überall mitgedacht werden.
Wir brauchen bessere Daten, mehr Wissen und langfristige Lösungen.
Meine Ziele
Ich will eine Gesellschaft ohne Barrieren – in der Schule, im Job und im Alltag.
Gesundheit: Manche Krankheiten werden nicht ernst genommen. Forschung und Aufklärung müssen besser werden.
Diskriminierung erkennen: Viele Vorurteile sind unbewusst. Wir brauchen mehr Wissen und Aufklärung.
Echte Teilhabe: Bewerbungen müssen barrierefrei sein, Schutzräume für queere Menschen und Orte für stillende Eltern sind wichtig.
Mein Versprechen
Ich werde mit den Betroffenen sprechen und ihre Wünsche ernst nehmen.
Ich bin bereit zu lernen und mich weiterzuentwickeln.
Vielfalt soll nicht nur eine Idee sein – sie muss in Gesetzen und im Alltag spürbar sein.
Vielfalt muss aktiv gefördert werden.
Junge Stimmen müssen gehört werden.
Solidarität bedeutet, füreinander einzustehen.
Gemeinsam für eine Gesellschaft, die Vielfalt lebt
Joshua
- Alter:
- 25
- Geburtsort:
- Lübeck