Veranstaltung: | Landesparteitag S-H April 2025 |
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Antragsteller*in: | Landesvorstand GJSH (dort beschlossen am: 01.04.2025) |
Status: | Eingereicht |
Eingereicht: | 01.04.2025, 23:24 |
D2: Investitionen in starke Schulen
Titel
Antragstext
Der Landesverband von B'90/Die Grünen Schleswig-Holstein bekennt sich zu einem
zukunftsorientierten Bildungssystem. Finanzielle und personelle Kürzungen, die
die Schulen unseres Landes in ihrer Funktionsweise beeinträchtigen, sehen wir
außerordentlich kritisch.
Auf die nachfolgenden Maßnahmen wollen wir künftig einen stärkeren Fokus legen:
Demokratie erlernen und erleben
Wir leben in Zeiten multipler Krisen, die junge Menschen in besonderem Maße
belasten. In einer Zeit, in der sich die Sicherheitslage durch den
fortschreitenden Klimawandel, Kriege in der Ukraine und im Nahen Osten, das
angespannte transatlantische Verhältnis und nicht zuletzt durch Angriffe auf die
Grundfeste unserer Demokratie weiter verschärft, ist es die junge Generation,
die auf diese drängenden Probleme Lösungen finden muss.
Unsere Demokratie muss geschützt werden. Sie ist die Grundlage für unsere
Freiheit und den Wohlstand unserer Nation. Doch eine Demokratie ist nur so
stark, wie sich die Menschen für sie stark machen.
Schulen sollen Orte gelebter Demokratie sein. Hier soll Demokratie nichts
Abstraktes sein, sondern handfest vermittelt und erfahrbar werden.
Deshalb wollen wir die Mitbestimmung von Schüler:innen weiter stärken und die
Rahmenbedingungen, wie im Koalitionsvertrag festgehalten, weiter ausbauen.
Kürzungen am WiPo-Unterricht lehnen wir dementsprechend konsequent ab.
Schule am digitalen Puls der Zeit
Schulen sollten stets offen sein für neue Formen des Lehrens und Lernens und
ihren Schüler:innen die Voraussetzungen für einen möglichst sanften Übergang in
das spätere Berufsleben mitgeben. Eine Schule am Puls der Zeit geht auch bei der
Digitalisierung mit.
Der Digitalpakt 2.0 ist hierbei ein anzuerkennender Erfolg auf dem Weg, Schulen
angemessen mit digitalen Endgeräten und einer digitalen Infrastruktur
auszustatten.
Im digitalen Raum lauern viele Gefahren. Die Schule hat eine besondere
Verantwortung, ihre Schüler:innen durch Präventionsmaßnahmen einerseits vor
diesen Gefahren zu schützen und ihnen andererseits auch den Umgang mit diesen zu
lehren. Diese Verantwortung steht nicht im Widerspruch mit der Verantwortung,
die alle Eltern für ihre Kinder und deren Nutzung digitaler Medien haben.
Mentale Gesundheit braucht Priorität
Die mentale Gesundheit unserer Schüler:innen ist fatal. Die im Koalitionsvertrag
festgelegte schulpsychologische Versorgung wollen wir weiterhin landesweit
ausbauen, um den gestiegenen Anforderungen an die psychosoziale Betreuung der
Schüler:innen Rechnung zu tragen.
Die Entfristung der Stellen von Schulpsycholog:innen war dabei ein immens
wichtiger Schritt. Nun brauchen wir deutlich mehr Stellen.
Investitionen in Bildung sind lohnenswert
Keine Investitionen lohnen sich so sehr wie Investitionen in Bildung. Wer heute
im Bildungsbereich spart, wird morgen auf weitere Kürzungen angewiesen sein. Im
Gegensatz dazu wird, wer jetzt die richtigen Investitionen tätigt, morgen deren
Früchte ernten können.
Durch die künftig mögliche Neuverschuldung in Höhe von 0,35 Prozent des
Bruttoinlandsprodukts der Bundesländer wollen wir die geplanten Kürzungen im
Bildungsbereich (wie z. B. die Reduzierung der Unterrichtsversorgung) wieder
zurücknehmen und darüber hinaus weitere Ausgaben, die im Koalitionsvertrag
geplant wurden, wie z. B. die Erstellung eines Musterraumprogrammes oder die
Einführung von Schulbauberater:innen, in Betracht ziehen.
Unterstützer*innen
- Niklas Binder (KV Schleswig-Flensburg)
Änderungsanträge
- Globalalternative: D2-Ä1 (Anke Erdmann (KV Kiel), Eingereicht)
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